Beim Raclette rechnen Sie pro Person mit ca. 200–250 g Käse, 200–250 g Kartoffeln und 150–200 g Fleisch oder Schinken. Dazu kommen Gemüse, Eingelegtes und Saucen. Hier finden Sie alle Mengen für 6, 10 und 20 Personen, eine Kostenrechnung und die Grenze, ab der ein Raclette-Abend logistisch kippt.
Pro Person brauchen Sie beim Raclette ca. 200–250 g Käse, 200–250 g festkochende Kartoffeln und 150–200 g Fleisch oder Aufschnitt – dazu ca. 150–200 g Gemüse und eine Auswahl an Saucen und Eingelegtem. Damit ist ein Raclette-Abend eine vollwertige, mehrstündige Mahlzeit, bei der niemand hungrig aufsteht.
Die Tücke liegt im Detail: Raclette wird in kleinen Pfännchen über zwei, drei Stunden gegessen, und die Sättigung kommt schleichend. Wer die Mengen vom normalen Abendessen hochrechnet, kauft zu viel – wer den Silvester-Effekt unterschätzt, bei dem bis Mitternacht durchgehend gepfännchent wird, zu wenig.
Dieser Ratgeber liefert die Mengen für jede Komponente, rechnet den Einkauf für 6, 10 und 20 Personen durch und beantwortet die Fragen, die bei großen Runden entscheidend werden: Wie viele Geräte braucht man, was hält die Stromleitung aus – und ab wann ist ein Caterer die entspanntere Lösung?
Der Käse ist das Herz des Abends, und hier gilt: ca. 200–250 g pro Person. Eine Scheibe fürs Pfännchen wiegt 25–30 g, das entspricht also 8–10 Pfännchen pro Gast über den Abend – realistisch für einen langen Raclette-Abend mit Pausen. Bei einer sehr hungrigen Runde oder wenn Raclette die einzige Mahlzeit bis tief in die Nacht ist, dürfen es bis zu 300 g sein; bei Kindern reichen 100–150 g.
Bei der Sorte lohnt Vielfalt in Maßen:
Preislich liegt Raclettekäse an der Theke bei ca. 1,50–2,50 € pro 100 g – am Stück gekauft und selbst geschnitten ist er meist günstiger als die vorgeschnittenen Packungen, und Sie bestimmen die Scheibendicke selbst. Reste sind übrigens kein Drama: Gut verpackt hält der Käse etliche Tage im Kühlschrank und schmilzt später als Überbackenes weiter.
Wer statt Käse-Klassiker lieber Brühe brodeln lässt: Der Schwester-Ratgeber Fondue: Fleisch pro Person rechnet das zweite große Gesellschaftsessen des Winters durch.
Kartoffeln sind die klassische Grundlage im Pfännchen und unter dem geschmolzenen Käse: Rechnen Sie ca. 200–250 g festkochende Kartoffeln pro Person – das sind 3–4 kleine Kartoffeln. Festkochende Sorten sind Pflicht, weil mehligkochende beim Warmhalten zerfallen und im Pfännchen zu Brei werden.
Praktisch bewährt hat sich dieser Ablauf: Kartoffeln am Nachmittag mit Schale gar kochen, abgießen, ausdampfen lassen und in einer Schüssel mit Deckel oder im Backofen bei ca. 70 Grad warm halten. Kleine Sorten wie Drillinge können mit Schale auf den Tisch – das spart das Pellen und sieht gut aus.
Wer zusätzlich Brot oder Baguette anbietet, entlastet die Kartoffelmenge: Dann reichen ca. 150–200 g Kartoffeln plus 60–80 g Brot pro Person. Ganz ersetzen sollte Brot die Kartoffel nur, wenn die Runde es ausdrücklich mag – die Kombination aus heißer Kartoffel und geschmolzenem Käse ist für die meisten Gäste der Kern des Abends.
Ein Rechenbeispiel für die typische Runde: Für 10 Personen kochen Sie ca. 2–2,5 kg Kartoffeln – das ist ein großer Topf, gut machbar in einem Durchgang. Für 20 Personen werden daraus 4–5 kg und damit zwei große Töpfe; spätestens hier lohnt es, die Kartoffeln in zwei Wellen zu kochen und die zweite Ladung erst gegen 21 Uhr aus dem Ofen zu holen, damit auch der Nachschub heiß und nicht gummig ankommt.
Eine kleine Abwechslung, die wenig kostet und viel hermacht: ein Teil der Menge als Süßkartoffel. Sie gart vorgekocht genauso im Pfännchen, harmoniert überraschend gut mit würzigem Käse und gibt dem Tisch einen Farbtupfer. Dazu gehören Butter und grobes Salz für die klassische Pellkartoffel-Fraktion – ein Detail, das oft vergessen wird und nach dem am Tisch garantiert gefragt wird.
Beim Fleisch gilt fürs Raclette: ca. 150–200 g pro Person – weniger als bei einem klassischen Hauptgericht, weil Käse und Kartoffeln bereits kräftig sättigen. Die Menge teilt sich sinnvoll in zwei Kategorien:
Als Extra machen sich Garnelen gut: ca. 50–80 g pro Person für die Fisch-Fans, mehr braucht es nicht. Auch geräucherter Lachs zum Überbacken mit etwas Crème fraîche hat sich als stiller Favorit erwiesen.
Zwei Hygiene-Regeln sind bei rohem Fleisch am Tisch nicht verhandelbar: Rohes und Verzehrfertiges strikt auf getrennten Platten servieren, jeweils mit eigener Zange oder Gabel – und rohes Fleisch nicht den ganzen Abend bei Zimmertemperatur stehen lassen, sondern in zwei Portionen servieren und die zweite gekühlt zurückhalten. Gerade bei Geflügel ist das wichtig. Wie sich die Fleischmengen bei anderen Anlässen verhalten, vom Braten bis zum Buffet, zeigt der Überblicks-Ratgeber im Cluster – fürs Raclette gilt: lieber zwei gute Sorten in sauberer Qualität als fünf angebrochene Packungen.
| Komponente | Pro Person | Für 6 Personen | Für 10 Personen | Für 20 Personen |
|---|---|---|---|---|
| Raclettekäse | ca. 200–250 g | ca. 1,2–1,5 kg | ca. 2–2,5 kg | ca. 4–5 kg |
| Kartoffeln (festkochend) | ca. 200–250 g | ca. 1,2–1,5 kg | ca. 2–2,5 kg | ca. 4–5 kg |
| Fleisch & Schinken | ca. 150–200 g | ca. 0,9–1,2 kg | ca. 1,5–2 kg | ca. 3–4 kg |
| Gemüse (4–6 Sorten) | ca. 150–200 g | ca. 0,9–1,2 kg | ca. 1,5–2 kg | ca. 3–4 kg |
| Eingelegtes & Extras | ca. 50–80 g | ca. 300–500 g | ca. 500–800 g | ca. 1–1,6 kg |
| Saucen & Dips (2–3 Sorten) | ca. 60–100 g | ca. 400–600 g | ca. 600 g–1 kg | ca. 1,2–2 kg |
| Baguette (optional) | ca. 60–80 g | ca. 400–500 g | ca. 600–800 g | ca. 1,2–1,6 kg |
Richtwerte für die Region Stuttgart, Stand: September 2026.
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Das Drumherum macht aus Käse und Kartoffeln erst einen Raclette-Abend – und wird mengenmäßig oft überschätzt. Es gilt: ca. 150–200 g Gemüse pro Person, verteilt auf 4–6 Sorten in kleinen Schälchen:
Dazu kommen Eingelegtes mit ca. 50–80 g pro Person – Cornichons, Silberzwiebeln, eingelegte Paprika – und 2–3 Saucen à 30–50 g: eine Kräuter- oder Sour-Cream-Basis, etwas Pikantes wie Currysauce oder Chili-Dip, dazu Senf. Mehr Auswahl klingt verlockend, bleibt aber erfahrungsgemäß halb voll stehen; die Schälchen lassen sich am Folgetag ohnehin schwer verwerten.
Für Vegetarier ist Raclette dankbar wie kaum ein anderes Format – Käse, Kartoffeln und Gemüse tragen den Abend komplett. Erhöhen Sie bei mehreren vegetarischen Gästen einfach Gemüse- und Käsemenge leicht, statt Ersatzprodukte zu suchen.
Und für den süßen Abschluss hat das Raclette einen eingebauten Trick: Das Pfännchen wird zur Mini-Dessertform. Gebratene Banane oder Apfelscheiben mit Zimt und Honig, Schokolade über Birne geschmolzen, dazu eine Kugel Vanilleeis aus dem Tiefkühler – planen Sie dafür ca. 100–150 g Obst pro Person ein, mehr Aufwand braucht es nach zwei Stunden Käse und Kartoffeln nicht.
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Was kostet der Abend? Für ein klassisches Raclette mit Käse, Kartoffeln, Fleisch, Gemüse und Saucen rechnen Sie mit ca. 12–18 € pro Person – mit Garnelen, Rinderfilet und Käse-Spezialitäten eher 18–25 €. Die Beispielrechnung für 10 Personen:
Gesamt: ca. 80–130 € für 10 Personen, ohne Getränke. Für 6 Personen landen Sie bei ca. 50–80 €, für 20 Personen bei ca. 160–260 € – wobei ab 20 Gästen die Puffer-Regel greift: ca. 10 % Reserve auf alle Mengen, denn bei großen Runden gleichen sich die Esser nicht mehr so zuverlässig aus wie am Familientisch.
Der stille Kostenfaktor bei großen Runden sind die Geräte: Ein Standard-Raclette bedient 6–8 Personen. Für 10 Gäste brauchen Sie zwei, für 20 Gäste drei Geräte – plus die passende Tischordnung, damit jeder ein Pfännchen erreicht. Leihgeräte aus dem Freundeskreis sind der übliche Weg; prüfen Sie nur vorher, ob genug Pfännchen dabei sind. Bei den Getränken bleibt es unkompliziert: Ein trockener Weißwein oder eine Weinschorle passt am besten zum Käse, dazu Wasser in Reichweite jedes Platzes – rechnen Sie über den langen Abend mit ca. 0,5–0,75 l Getränken pro Person zum Essen, den Absacker nach Mitternacht nicht mitgezählt. Für alle anderen Formate und Gästezahlen rechnet unser Catering-Mengenrechner die Mengen in Sekunden durch.
Ab etwa 16–20 Personen stößt das Format an praktische Grenzen, die mit Mengen nichts mehr zu tun haben: Drei Geräte à 1.200–1.500 Watt bringen eine normale Wohnzimmer-Steckdosenleiste ans Limit – verteilen Sie die Geräte auf mindestens zwei getrennt abgesicherte Stromkreise, sonst sitzt die Runde beim ersten gemeinsamen Aufheizen im Dunkeln. Dazu kommen Tischlänge, Käsegeruch in Wohnräumen und ein Abwasch, der drei Spülmaschinenladungen füllt.
Für private Feiern bis 12 Personen ist Raclette trotzdem kaum zu schlagen: geselliger Selbstversorger-Charme, planbare Kosten, jeder isst nach seinem Tempo. Bei größeren Anlässen lohnt der Blick auf Alternativen mit demselben Winter-Wohlfühlfaktor:
Und wenn es der Silvester-Klassiker bleiben soll: Der Ratgeber Silvester-Buffet-Ideen zeigt, wie sich Raclette mit einem kalten Buffet kombinieren lässt, damit auch eine 20er-Runde bis Mitternacht versorgt ist, ohne dass drei Geräte durchglühen.
Ca. 200–250 g pro Person – das entspricht 8–10 Pfännchen à 25–30 g über einen langen Abend. Bei sehr hungrigen Runden oder Silvester bis Mitternacht dürfen es bis zu 300 g sein, bei Kindern reichen 100–150 g. Am Stück gekauft ist der Käse meist günstiger als vorgeschnitten.
Ca. 200–250 g festkochende Kartoffeln pro Person, also 3–4 kleine Kartoffeln. Wer zusätzlich Baguette anbietet, kommt mit 150–200 g Kartoffeln plus 60–80 g Brot aus. Wichtig: festkochende Sorten wählen und die Kartoffeln nach dem Kochen bei ca. 70 Grad im Ofen warm halten.
Ca. 150–200 g pro Person, aufgeteilt in dünn geschnittenes Kurzgebratenes (Hüftsteak, Filet, Geflügel) und 50–80 g verzehrfertigen Aufschnitt wie Schinken oder Salami. Wer nur Aufschnitt ohne rohes Fleisch anbietet, kommt mit 100–150 g aus. Rohes und Verzehrfertiges immer getrennt mit eigener Zange servieren.
Ca. 12–18 € pro Person für die klassische Variante mit Käse, Kartoffeln, Fleisch, Gemüse und Saucen – ohne Getränke. Mit Garnelen, Rinderfilet und Käse-Spezialitäten liegen Sie bei ca. 18–25 €. Für 10 Personen bedeutet das einen Einkauf von ca. 80–130 €.
Ein Standardgerät bedient 6–8 Personen. Für 10 Gäste brauchen Sie zwei, für 20 Gäste drei Geräte. Achtung bei der Elektrik: Jedes Gerät zieht ca. 1.200–1.500 Watt – ab zwei Geräten sollten Sie getrennt abgesicherte Stromkreise nutzen, sonst fliegt beim Aufheizen die Sicherung.
Ja – mit 200–250 g Käse, 200–250 g Kartoffeln und 150–200 g Fleisch pro Person ist Raclette eine vollwertige Mahlzeit für 2–3 Stunden. Ab 20 Gästen empfiehlt sich die Puffer-Regel von ca. 10 % Reserve; bei sehr langen Abenden wie Silvester ergänzt ein kleines kaltes Buffet die späten Stunden.
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