Als Hauptgericht rechnen Sie ca. 180–250 g rohes Fleisch pro Person, beim Grillfest 250–350 g und am Buffet mit mehreren Hauptgängen ca. 150–200 g Fleischanteil. Die Werte gelten für küchenfertiges Fleisch ohne Knochen – beim Garen gehen zusätzlich ca. 20–35 % Gewicht verloren. Hier finden Sie alle Mengen nach Gericht plus durchgerechnete Beispiele für 10 bis 100 Gäste.
Die Faustregel lautet: ca. 180–250 g rohes Fleisch pro Person, wenn Fleisch das Hauptgericht ist – beim Grillfest eher 250–350 g, als Komponente eines vielfältigen Buffets ca. 150–200 g. Für 10 Gäste bedeutet das rund 2–2,5 kg Braten, für 50 Gäste ca. 10–12,5 kg. Wer diese Spannen kennt, kauft weder zu knapp ein noch steht drei Tage später vor einem Kühlschrank voller Reste.
Entscheidend ist, die Regel richtig anzuwenden: Sie bezieht sich auf rohes, küchenfertiges Fleisch ohne Knochen. Beim Garen verliert Fleisch je nach Zubereitung ca. 20–35 % seines Gewichts – aus 200 g rohem Braten werden also etwa 130–160 g auf dem Teller. Und Fleisch mit hohem Knochenanteil braucht ein entsprechend höheres Einkaufsgewicht.
Dieser Ratgeber liefert die Mengen für alle gängigen Gerichte vom Schnitzel bis zum Sonntagsbraten, rechnet Beispiele für 10, 20, 50 und 100 Personen durch und zeigt, wie Sie Kinder, Senioren und Vegetarier sauber einkalkulieren. Für die schnelle Rechnung zwischendurch gibt es den Catering-Mengenrechner.
Warum eine Spanne und keine feste Zahl? Weil drei Faktoren die richtige Menge verschieben:
Das Drumherum: Je reichhaltiger Vorspeise, Beilagen und Dessert, desto weiter rutschen Sie ans untere Ende. Ein Braten nach einer kräftigen Suppe und mit Spätzle, Salat und Nachtisch kommt mit ca. 180–200 g pro Person aus; steht das Fleisch fast allein im Mittelpunkt, sind 230–250 g realistischer.
Das Publikum: Ein Sportverein nach dem Turnier isst anders als die Kaffeetafel-Generation. Bei überwiegend jungem, hungrigem Publikum kalkulieren Sie die obere Kante, bei älteren Gästen und bei Feiern am Mittag die untere. Kinder zählen je nach Alter als halbe Portion – dazu später mehr.
Die Zubereitung: Die Faustregel gilt für küchenfertiges Fleisch ohne Knochen. Beim Garen verliert es ca. 20–35 % Gewicht durch Wasser und Fett – Schmorbraten und Gulasch liegen am oberen Ende des Verlusts, kurzgebratenes Fleisch am unteren. Wer „250 g auf dem Teller" verspricht, muss also deutlich mehr als 250 g einkaufen. Bei Fleisch mit hohem Knochenanteil – ganze Hähnchen, Haxen, Koteletts – rechnen Sie zusätzlich ca. 25–40 % Knochenanteil auf das Bruttogewicht drauf.
Für die Praxis heißt das: Erst das Gericht festlegen, dann die Personenzahl mit dem passenden Grammwert multiplizieren, zuletzt den Puffer aufschlagen. Genau in dieser Reihenfolge arbeitet auch der Catering-Mengenrechner – er nimmt Ihnen die Multiplikation und die Puffer-Logik ab.
Die Faustregel wird erst mit dem konkreten Gericht präzise. Diese Werte haben sich in der Catering-Praxis bewährt (jeweils rohes Fleisch pro Person):
Ein Wort zu Suppen- und Eintopf-Klassikern: In einem deftigen Eintopf als Hauptgericht reichen ca. 100–150 g Fleischeinlage pro Person, weil Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Gemüse die Hauptsättigung übernehmen. Und wer regionale Klassiker plant – Rostbraten, Maultaschen, Linsen mit Saitenwürsten – findet beim schwäbischen Catering die Gerichte gleich fertig kalkuliert.
So wird aus der Faustregel eine Einkaufsliste – gerechnet am Beispiel Schweinebraten (ca. 200–250 g pro Person) mit der Puffer-Regel +10 % ab 20 Gästen, +5 % ab 50 Gästen:
10 Personen: 10 × 200–250 g = 2,0–2,5 kg. Bei so kleinen Runden brauchen Sie keinen Prozent-Puffer – die Spanne selbst ist Puffer genug, und ein zusätzliches halbes Kilo schadet nie.
20 Personen: 20 × 200–250 g = 4,0–5,0 kg, plus 10 % Puffer = ca. 4,5–5,5 kg. Ab dieser Größe gleichen sich große und kleine Esser statistisch noch nicht zuverlässig aus – der Puffer fängt die Überraschungen ab.
50 Personen: 50 × 200–250 g = 10,0–12,5 kg, plus 5 % = ca. 10,5–13 kg. Je größer die Gruppe, desto besser mitteln sich die Appetite – deshalb sinkt der Puffersatz.
100 Personen: 100 × 200–250 g = 20–25 kg, plus 5 % = ca. 21–26 kg. In dieser Größenordnung wird auch die Logistik zum Thema: Garzeiten von Großbraten, Warmhaltekette, Anschnitt-Organisation – spätestens hier arbeiten die meisten Gastgeber mit einem Profi, etwa über ein Buffet-Catering.
Dieselbe Rechenlogik gilt für jedes andere Gericht: Grammwert aus der Tabelle nehmen, mit der Personenzahl multiplizieren, Puffer aufschlagen. Wichtig bei gemischten Menüs: Rechnen Sie pro Hauptgericht anteilig – bei zwei Fleischgerichten am Buffet nicht zweimal die volle Menge, sondern zusammen ca. 150–200 g pro Person, im Verhältnis der erwarteten Beliebtheit aufgeteilt (der Klassiker schlägt das Experiment erfahrungsgemäß etwa 60 zu 40).
| Gericht | Pro Person (roh) | Für 10 Personen | Für 25 Personen | Für 50 Personen |
|---|---|---|---|---|
| Schnitzel | ca. 180–220 g | ca. 1,8–2,2 kg | ca. 4,5–5,5 kg | ca. 9–11 kg |
| Braten / Schmorbraten | ca. 200–250 g | ca. 2,0–2,5 kg | ca. 5,0–6,3 kg | ca. 10–12,5 kg |
| Gulasch / Ragout | ca. 180–220 g | ca. 1,8–2,2 kg | ca. 4,5–5,5 kg | ca. 9–11 kg |
| Hähnchenbrust | ca. 180–200 g | ca. 1,8–2,0 kg | ca. 4,5–5,0 kg | ca. 9–10 kg |
| Fleischanteil am Buffet (gesamt) | ca. 150–200 g | ca. 1,5–2,0 kg | ca. 3,8–5,0 kg | ca. 7,5–10 kg |
| Grillfest (Mix aus Steak & Wurst) | ca. 250–350 g | ca. 2,5–3,5 kg | ca. 6,3–8,8 kg | ca. 12,5–17,5 kg |
Richtwerte für die Region Stuttgart, Stand: September 2026.
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Dieselbe Gästezahl, drei völlig unterschiedliche Fleischmengen – die Servierform entscheidet:
Tellergericht (ca. 180–250 g pro Person): Beim servierten Menü kontrollieren Sie die Portionsgröße vollständig. Das macht die Kalkulation exakt und die Reste minimal – der Grund, warum bediente Menüs trotz höherer Servicekosten bei der Ware effizienter sind. Eine kleine Nachschlag-Reserve von ca. 5 % genügt.
Buffet (ca. 150–200 g Fleischanteil pro Person): Am Buffet nehmen sich Gäste von allem etwas – die Fleischmenge pro Gericht sinkt, die Gesamtmenge über alle Komponenten steigt aber leicht, weil Vielfalt zum Probieren einlädt. Kalkulieren Sie deshalb je Fleischgericht anteilig und achten Sie auf ausreichend Beilagen: Sind die Kohlenhydrate zu knapp, greifen die Gäste stärker zum Fleisch und die Kalkulation kippt.
Grillfest (ca. 250–350 g pro Person): Der Ausreißer nach oben – gegessen wird über Stunden in mehreren Runden, und vom Grill wandert das Fleisch oft direkt auf die Teller der Wartenden. Details mit Einkaufsliste und Steak-Wurst-Mix finden Sie im eigenen Ratgeber Wie viel Fleisch pro Person beim Grillen.
Ein Sonderfall mit eigener Logik ist der Spanferkel-Klassiker: Hier rechnet der Caterer vom ganzen Tier rückwärts – als Faustwert liefert ein Spanferkel von 25–30 kg küchenfertig genug Fleisch für ca. 40–60 Personen, abhängig von den Beilagen. Solche Kalkulationen übernimmt sinnvollerweise der Anbieter, der das Tier auch zerlegt.
Kaum eine Feier besteht aus 30 identischen Durchschnittsessern. So rechnen Sie realistische Gruppen:
Kinder: Bis etwa 6 Jahre kalkulieren Sie ein Viertel bis ein Drittel der Erwachsenenportion, von 7 bis 12 Jahren etwa die Hälfte, Teenager zählen voll – nach dem Sportfest gern anderthalbfach. Für die Fleischmenge heißt das: 10 Grundschulkinder entsprechen etwa 5 Erwachsenen, also rund 1 kg statt 2 kg beim Braten.
Ältere Gäste: Bei Feiern mit überwiegend älterem Publikum – runde Geburtstage ab 80, Trauerfeiern – greift die untere Kante der Faustregel: ca. 150–180 g pro Person genügen meist, besonders am Mittag. Wichtiger als die Menge ist hier die Konsistenz: Schmorgerichte kommen besser an als Kurzgebratenes.
Vegetarier und Veganer: Ziehen Sie den bekannten Anteil von der Fleischkalkulation ab – bei 40 Gästen mit 6 Vegetariern rechnen Sie das Fleisch für 34. Aber Achtung, zweifacher Praxis-Effekt: Erstens essen auch Fleischesser gern von attraktiven vegetarischen Gerichten mit, kalkulieren Sie die fleischlose Alternative deshalb großzügiger als die reine Kopfzahl. Zweitens ersetzt eine traurige Beilagen-Platte kein Hauptgericht – ein vollwertiges vegetarisches Gericht gehört heute auf jedes Buffet, Anregungen liefert das vegetarische Catering.
Unbekanntes Publikum: Wenn Sie die Zusammensetzung nicht kennen – offenes Sommerfest, Tag der offenen Tür – hilft die Standardverteilung: Rechnen Sie 10–15 % der Portionen vegetarisch, kalkulieren Sie Kinder als halbe Portionen, und bleiben Sie beim Fleisch in der Mitte der Spanne. Die Fehler gleichen sich in größeren Gruppen erstaunlich zuverlässig aus.
Die Puffer-Faustregel noch einmal im Zusammenhang: +10 % ab 20 Gästen, +5 % ab 50. Kleinere Runden brauchen keinen Prozentaufschlag, weil die Spannen der Grammwerte genug Luft lassen; sehr große Gruppen mitteln sich von selbst. Der Puffer ist bewusst klein gehalten – der teuerste Fehler der Privatkalkulation ist nicht der Mangel, sondern der Berg: 20–25 % Übermenge sind der Klassiker, wenn aus Sorge „lieber noch ein Braten mehr" bestellt wird.
Falls doch etwas übrig bleibt, entscheidet die Hygiene über die Verwertbarkeit: Gegartes Fleisch, das durchgehend gekühlt oder heiß gehalten wurde, lässt sich abgedeckt im Kühlschrank 2–3 Tage weiterverwenden – Braten wird zu Aufschnitt, Gulasch schmeckt aufgewärmt bekanntlich besser. Kritisch ist alles, was länger als etwa 2 Stunden ungekühlt bei Raumtemperatur stand, im Sommer draußen entsprechend kürzer; im Zweifel gilt: weg damit. Planen Sie für die Reste-Mitgabe an Gäste ein paar Behälter ein – das ist gelebte Resteverwertung und kommt immer gut an.
Beim Catering ist die Reste-Frage übrigens vertraglich geregelt: Viele Caterer dürfen Speisen, die längere Zeit am Buffet standen, aus Hygienegründen nicht mitgeben oder tun es nur gegen Unterschrift. Fragen Sie vorab – und bestellen Sie im Zweifel lieber die realistische Menge statt der Angst-Menge; ein erfahrener Anbieter berät Sie dazu ehrlich, denn er kennt die Verzehrstatistik aus Hunderten Veranstaltungen.
Lieber gleich mit Profi-Kalkulation planen? Fragen Sie Caterer aus der Region an – Sie erhalten ein persönliches Angebot mit fertiger Mengenberechnung für Ihre Gästezahl, kostenlos und unverbindlich.
Bis etwa 20 Gäste ist die Fleischkalkulation mit den Werten aus diesem Ratgeber gut selbst zu stemmen: Menge berechnen, beim Metzger vorbestellen, fertig. Ab etwa 30 Gästen kommen die eigentlichen Herausforderungen – und die haben mit der Grammzahl wenig zu tun: Ein 12-kg-Bratenprojekt braucht Ofenkapazität, die kein Haushalt hat, eine funktionierende Warmhaltekette und jemanden, der zwei Stunden lang tranchiert, während die Feier läuft.
Genau hier liegt der Wert des Profis: Ein Caterer kalkuliert nicht nur die Menge, sondern die gesamte Kette von der Garzeit bis zum Nachlegen am Buffet – und trägt das Mengenrisiko mit. Bei größeren Feiern ist das der Unterschied zwischen einem Gastgeber am Tranchierbrett und einem Gastgeber bei seinen Gästen. Was das kostet, hängt vom Format ab: vom gelieferten Buffet bis zum Grillfest mit Grillmeister über das BBQ-Catering.
Wenn Sie selbst rechnen, haben Sie mit diesem Ratgeber trotzdem das wichtigste Werkzeug in der Hand – und mit einer sauberen Kalkulation prüfen Sie umgekehrt auch jedes Catering-Angebot: Stehen dort für 50 Gäste nur 6 kg Fleisch als Hauptgericht im Menü, wissen Sie jetzt, dass das knapp wird. Für die Gesamtplanung einer mittleren Feier mit allen Komponenten – Beilagen, Salate, Brot, Getränke – lohnt der Blick in den Ratgeber Essen für 20 Personen, der eine komplette Feier durchkalkuliert.
Und für alle Zwischenrechnungen gilt: Der Catering-Mengenrechner liefert die Mengen für Fleisch, Beilagen und Getränke in einem Durchgang – Personenzahl eingeben, Anlass wählen, Einkaufsliste ablesen.
Ca. 180–250 g rohes, küchenfertiges Fleisch pro Person – bei reichhaltigen Beilagen und Vorspeisen die untere Kante, bei fleischlastigen Menüs und hungrigem Publikum die obere. Beim Garen gehen zusätzlich ca. 20–35 % Gewicht verloren, auf dem Teller landen also etwa 130–190 g.
Ca. 250–350 g rohes Fleisch pro Person – deutlich mehr als beim normalen Hauptgericht, weil bei einem Grillfest über Stunden in mehreren Runden gegessen wird. Üblich ist ein Mix aus einem Steak (150–200 g) und ein bis zwei Würsten pro Gast plus gemeinsame Platten.
Ca. 130–160 g, denn beim Garen verliert Fleisch ca. 20–35 % Gewicht durch austretendes Wasser und Fett. Schmorgerichte und Braten liegen am oberen Ende des Verlusts, Kurzgebratenes am unteren. Wer Portionsgrößen auf dem Teller plant, muss diesen Schwund ins Rohgewicht einrechnen.
Ca. 2,0–2,5 kg rohen Braten ohne Knochen (200–250 g pro Person). Bei Braten mit Knochen rechnen Sie ca. 25–40 % Bruttogewicht dazu, also etwa 2,8–3,5 kg. Ein Prozent-Puffer ist bei 10 Gästen nicht nötig – die Spanne selbst bietet genug Reserve.
Ca. 150–200 g Fleischanteil pro Person insgesamt, verteilt auf zwei bis drei Gerichte – am Buffet sättigt die Vielfalt mit. Bei zwei Fleischgerichten teilen Sie die Menge im Verhältnis der erwarteten Beliebtheit auf, erfahrungsgemäß etwa 60 zu 40 zugunsten des Klassikers.
+10 % ab 20 Gästen, +5 % ab 50 Gästen – kleinere Runden brauchen keinen Aufschlag, weil die Mengen-Spannen genug Luft lassen. Vermeiden Sie den typischen Privatfehler von 20–25 % Übermenge: Große Gruppen mitteln sich zuverlässig, und Fleischreste sind nur bei lückenloser Kühlung 2–3 Tage verwertbar.
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