Beim Fleischfondue rechnen Sie mit ca. 200–250 g rohem, küchenfertigem Fleisch pro Person – bei üppigen Beilagen reichen 180–200 g. Hier finden Sie die Mengen für 6 bis 20 Personen, die passenden Fleischsorten, den Vergleich Brühe gegen Fett und eine komplette Kostenrechnung.
Für ein Fleischfondue kalkulieren Sie ca. 200–250 g rohes Fleisch pro Person – küchenfertig gewogen, also bereits pariert und gewürfelt. Wer viele Beilagen auffährt, kommt mit 180–200 g aus; für Kinder reichen 100–150 g. Bei 10 Gästen bedeutet das rund 2–2,5 kg Fleisch im Einkaufskorb.
Das klingt einfacher, als es am Einkaufstag ist: Zwischen Filet und Hüfte, Brühe und Fett, zwei oder drei Sorten liegen schnell 50 € Unterschied und ein sehr verschiedener Abend. Und weil beim Fondue jeder Gast sein Fleisch selbst gart, entscheidet die Vorbereitung – Würfelgröße, getrennte Platten, genug Töpfe – über Genuss oder Wartefrust.
Dieser Ratgeber rechnet alles durch: die Fleischmenge je nach Runde, die Sortenwahl mit Preisen für die Region Stuttgart, die richtigen Mengen an Öl, Brühe, Beilagen und Saucen – und die Antwort auf die Frage, ab welcher Gruppengröße das Fondue an seine Grenzen kommt.
Die Basisformel für das Fleischfondue lautet: ca. 200–250 g rohes Fleisch pro Person, gewogen im küchenfertigen Zustand – also ohne Sehnen, Fettränder und Parüren. Das ist ein wichtiger Unterschied: Wer ein ganzes Stück Rinderhüfte kauft und selbst pariert, verliert 10–15 % Gewicht und sollte entsprechend mehr einkaufen. Beim Metzger küchenfertig und gewürfelt bestellt, stimmt die Waage dagegen exakt.
Innerhalb der Spanne justieren Sie nach drei Faktoren:
Dazu kommt die Puffer-Regel aus der Catering-Praxis: ab 20 Gästen ca. 10 % Reserve auf die Gesamtmenge, ab 50 Gästen reichen 5 %. Bei kleinen Runden bis 8 Personen brauchen Sie keinen Puffer – dort gleicht sich der Appetit am Tisch aus.
Wie sich die Fleischmenge bei anderen Anlässen verhält – vom Braten über das Buffet bis zum Grillfest – zeigt der große Überblick Wie viel Fleisch pro Person; das Fondue liegt mit seinen 200–250 g im oberen Mittelfeld.
Fürs Fondue eignet sich nur zartes, kurzfaseriges Fleisch, das in 1–3 Minuten gart. Durchwachsene oder sehnige Stücke wie Gulasch oder Nacken werden im Topf zäh – sie brauchen Schmorzeit, die das Fondue nicht bietet. Bewährt haben sich:
Die beste Dramaturgie liefert eine Mischung aus zwei bis drei Sorten à 70–100 g pro Person – etwa ein Drittel Rind, ein Drittel Schwein, ein Drittel Geflügel. So findet jeder Gast seinen Favoriten, und die Kosten bleiben im Rahmen, weil das teure Rind nur ein Drittel der Menge stellt.
Bei der Vorbereitung gilt: Würfel von 2–3 cm Kantenlänge garen gleichmäßig und fallen nicht von der Gabel. Für Brühe-Fondues nach Art des Fondue Chinoise schneiden Sie das Fleisch alternativ in hauchdünne Scheiben – halb gefroren gelingt das auch zuhause sauber. Und wie beim Raclette gilt: rohes Fleisch auf gekühlten, getrennten Platten servieren, Geflügel mit eigener Gabel.
Die Wahl des Garmediums prägt den Abend stärker als die Fleischsorte – und sie bestimmt die Einkaufsmenge:
Für die Planung entscheidend ist die Topf-Regel: ein Fondue-Topf versorgt maximal 6 Personen. Mehr Gabeln passen physisch nicht hinein, ohne dass sich Wartezeiten stauen. Ab 7–8 Gästen brauchen Sie also zwei Töpfe – idealerweise an beiden Tischenden, gern auch gemischt: einmal Fett für die Röstaromen-Fraktion, einmal Brühe für die leichte Linie. Bei 20 Gästen werden daraus drei bis vier Töpfe samt Rechauds, und spätestens hier zeigt sich, warum große Fondue-Runden eine logistische Aufgabe sind.
Ein Wort zur Sicherheit beim Fett-Fondue: Heißes Öl niemals mit Wasser in Berührung bringen – das Fleisch vor dem Eintauchen trocken tupfen, sonst spritzt es gefährlich. Den Topf immer auf einer stabilen, hitzefesten Unterlage in der Tischmitte platzieren, das Kabel des Elektro-Rechauds nicht über die Tischkante führen, und mit kleinen Kindern am Tisch ist die Brühe-Variante grundsätzlich die entspanntere Wahl.
| Komponente | Pro Person | Für 6 Personen | Für 10 Personen | Für 20 Personen |
|---|---|---|---|---|
| Fleisch gesamt (roh, küchenfertig) | ca. 200–250 g | ca. 1,2–1,5 kg | ca. 2–2,5 kg | ca. 4–5 kg |
| Bei 3 Sorten: je Sorte | ca. 70–85 g | ca. 400–500 g | ca. 650–850 g | ca. 1,3–1,7 kg |
| Baguette / Brot | ca. 80–120 g | ca. 500–700 g | ca. 0,8–1,2 kg | ca. 1,6–2,4 kg |
| Kartoffelbeilage | ca. 150–200 g | ca. 0,9–1,2 kg | ca. 1,5–2 kg | ca. 3–4 kg |
| Salate | ca. 80–100 g | ca. 500–600 g | ca. 0,8–1 kg | ca. 1,6–2 kg |
| Saucen (3–4 Sorten) | ca. 120–150 g | ca. 700–900 g | ca. 1,2–1,5 kg | ca. 2,4–3 kg |
| Öl bzw. Brühe | – | 1–2 l (1 Topf) | 2–4 l (2 Töpfe) | 4–8 l (3–4 Töpfe) |
Richtwerte für die Region Stuttgart, Stand: September 2026.
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Die Beilagen entscheiden, ob 200 g Fleisch pro Person ein rundes Abendessen ergeben. Der bewährte Rahmen:
Wer beim Brühen-Fondue Gemüse mitgart – Champignons, Brokkoliröschen, Karottenscheiben – plant zusätzlich ca. 100–150 g pro Person ein und reduziert die Kartoffelbeilage entsprechend. Vegetarische Gäste sind damit übrigens vollwertig versorgt: Brühe-Topf, Gemüse, Kartoffeln und Saucen tragen den Abend auch ohne Fleisch, ein separater kleiner Topf vermeidet den Kontakt mit Fleischsud.
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Die Beispielrechnung für eine typische 8er-Runde mit drei Fleischsorten zeigt, wo das Geld hingeht:
Gesamt: ca. 56–89 € für 8 Personen, also ca. 7–11 € pro Person in der Hüft-Variante – ohne Getränke. Wer komplett auf Rinderfilet setzt, landet bei ca. 15–22 € pro Person und damit immer noch unter dem, was ein vergleichbares Restaurant-Essen kostet. Für 6 Personen skaliert der Einkauf auf ca. 45–70 €, für 20 Personen auf ca. 140–220 € plus den 10-%-Puffer.
Drei Spar- und Praxistipps: Erstens beim Metzger küchenfertig gewürfelt vorbestellen – das kostet selten Aufpreis, spart eine Stunde Arbeit und liefert exakte Mengen. Zweitens die teure Sorte bewusst klein halten: 70 g Filet pro Person als Highlight wirken edler als 250 g Durchschnitt. Drittens Reste einplanen: Roh gebliebenes Fleisch, noch verpackt und durchgekühlt, wird am Folgetag zu Geschnetzeltem oder Pfannengericht. Für alle anderen Personenzahlen und Komponenten rechnet unser Catering-Mengenrechner die Mengen automatisch durch.
Bei den Getränken bleibt die Planung übersichtlich: Ein trockener Weißwein oder ein leichter Rotwein passt zu beiden Fondue-Varianten – rechnen Sie mit ca. 0,2–0,4 l Wein pro weintrinkendem Gast über den langen Abend, dazu reichlich Wasser und für den Abschluss ein Espresso oder ein Verdauungsschnaps nach Familientradition.
Fondue ist das perfekte Format für 4 bis 10 Personen – und wird jenseits davon schnell zäh, im wörtlichen wie im organisatorischen Sinn. Bei 12 Gästen jonglieren Sie bereits zwei Töpfe, Rechaud-Brenner und gekühlten Fleisch-Nachschub; bei 20 Gästen bräuchten Sie drei bis vier Töpfe, endlose Tischmeter und einen Gastgeber, der den ganzen Abend Temperatur und Nachschub managt statt mitzufeiern. Das verwandte Format Raclette hat dieselbe Grenze – der Ratgeber Raclette pro Person rechnet sie im Detail durch.
Für größere Winterrunden gibt es drei bewährte Auswege:
Die ehrliche Faustregel: Bis 10 Personen schlägt das selbst organisierte Fondue jeden Caterer in Charme und Preis. Darüber kaufen Sie sich mit ca. 25–45 € pro Person vor allem eines zurück – einen Gastgeber, der am eigenen Fest teilnimmt.
Ca. 200–250 g rohes, küchenfertiges Fleisch pro Person. Bei üppigen Beilagen mit Brot, Kartoffeln und mehreren Saucen reichen 180–200 g, Kinder essen 100–150 g. Wichtig: küchenfertig gewogen kalkulieren – wer selbst pariert, verliert 10–15 % Gewicht und muss entsprechend mehr einkaufen.
Zwei bis drei zarte Sorten à 70–100 g pro Person sind ideal: Rinderfilet (ca. 45–70 €/kg) oder die günstigere Rinderhüfte (ca. 20–30 €/kg), dazu Schweinefilet und Hähnchen- oder Putenbrust. Durchwachsenes Fleisch wie Gulasch oder Nacken wird im Fonduetopf zäh, weil ihm die Schmorzeit fehlt.
Ca. 1–1,5 l hoch erhitzbares Öl bzw. 1,5–2 l Brühe pro Topf. Beim Fett-Fondue liegt die Zieltemperatur bei 160–180 Grad – am Holzlöffelstiel müssen sofort Bläschen aufsteigen. Ein Topf versorgt maximal 6 Personen; ab 7–8 Gästen brauchen Sie einen zweiten Topf.
Ca. 7–11 € pro Person in der Variante mit Rinderhüfte, Schweinefilet und Hähnchen inklusive Beilagen und Saucen – ohne Getränke. Wer komplett auf Rinderfilet setzt, landet bei ca. 15–22 € pro Person. Eine 8er-Runde kostet damit im Einkauf ca. 56–89 €, mit Filet entsprechend mehr.
Maximal 6 Personen pro Topf – mehr Gabeln passen nicht gleichzeitig hinein, ohne dass Wartezeiten entstehen. Für 10 Gäste brauchen Sie zwei Töpfe, für 20 Gäste drei bis vier. Praktisch bewährt: ein Fett- und ein Brühe-Topf parallel, dann findet jeder Gast seine Variante.
Ca. 4–5 kg küchenfertiges Fleisch plus rund 10 % Puffer, der ab 20 Gästen zur Faustregel gehört. Bedenken Sie aber die Logistik: 20 Personen erfordern drei bis vier Töpfe und viel Betreuung – ab dieser Größe ist ein Buffet mit Fondue-Station oder ein Caterer meist die entspanntere Lösung.
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