Für ein Essen für 10 Personen rechnen Sie mit insgesamt ca. 4,5–6 kg Speisen – also 450–600 g pro Person, verteilt auf Hauptgericht, Beilagen, Salat und Dessert. Zehn Gäste sind die klassische Größe für ein Abendessen mit Freunden oder eine kleine Familienfeier: gut in der eigenen Küche zu stemmen, wenn die Mengen stimmen. Hier finden Sie alle Grundmengen, drei durchgerechnete Menüideen und die Getränkeplanung dazu.
Für ein Essen für 10 Personen planen Sie insgesamt ca. 4,5–6 kg Speisen ein – das sind 450–600 g pro Person, aufgeteilt auf Hauptgericht, Beilagen, Salat und Dessert. Konkret bedeutet das zum Beispiel: ca. 1,8–2,5 kg Fleisch (Rohgewicht), ca. 2–2,5 kg Beilagen und Gemüse, dazu Brot, Salat und ein Nachtisch.
Zehn Gäste sind eine angenehme Größe: groß genug für ein Fest, klein genug für die heimische Küche. Ein Braten für zehn passt in jeden Backofen, ein Nudeltopf für zehn auf jeden Herd. Was bei dieser Gruppengröße über Gelingen oder Stress entscheidet, ist nicht die Technik, sondern die Kalkulation – zu knappe Beilagen und ein zu klein geratenes Dessert fallen bei zehn Personen sofort auf.
Dieser Ratgeber liefert die Grundmengen für alle Komponenten, drei komplett durchgerechnete Menüideen vom Braten bis zum kalten Abendbuffet, den Zeitplan für entspanntes Vorbereiten – und die ehrliche Antwort auf die Frage, ab wann sich Bestellen statt Selberkochen lohnt.
Die Gesamtmenge von 450–600 g pro Person ist der Anker jeder Kalkulation – ob Sie ein Menü servieren oder Platten auf den Tisch stellen. Auf die Komponenten verteilt sieht das so aus:
Wer nicht jede Komponente einzeln rechnen möchte: Unser Catering-Mengenrechner gibt für jede Personenzahl und jeden Anlass die kompletten Mengen aus – auch für genau diese Zehnergruppe.
Damit die Zahlen greifbar werden, hier drei bewährte Konzepte für einen Abend zu zehnt – jeweils mit Einkaufsmengen und ungefährem Wareneinsatz:
Ein Schweine- oder Rinderbraten von ca. 2,2–2,5 kg, dazu ca. 2 kg Kartoffeln oder 1 kg Spätzle, ca. 1,5 kg Gemüse und ein Blattsalat. Als Einstieg eine Suppe (2,5 l), zum Abschluss ein Schichtdessert im Glas. Der große Vorteil: Ein Braten gart weitgehend unbeaufsichtigt, und die Menge lässt sich kaum verfehlen. Preislich liegen Sie je nach Fleischqualität bei ca. 7–10 € pro Person.
Zwei Saucen – eine mit Fleisch, eine vegetarische – zu ca. 1,2–1,5 kg Nudeln, dazu ca. 1 kg Antipasti-Gemüse, Parmesan und 1 kg Baguette. Für zehn Personen brauchen Sie ca. 2–2,5 l Sauce insgesamt. Der günstigste und entspannteste Weg, eine Runde satt zu bekommen; die genaue Nudelrechnung steht im Ratgeber Wie viel Nudeln pro Person.
Belegte Platten mit ca. 1,2–1,5 kg Aufschnitt und Käse, dazu zwei Salate (je ca. 1,5 kg), Dips, Antipasti und ca. 1–1,2 kg Brot. Alles lässt sich am Vortag vorbereiten – Sie sitzen den ganzen Abend mit am Tisch statt am Herd zu stehen. Für diese Variante gilt die Gesamtformel am striktesten: ca. 5–6 kg Speisen insgesamt, großzügig gerechnet, weil bei Buffets mehr probiert wird.
Bei zehn Gästen entscheidet die Vorbereitung über den Abend. Die bewährte Aufteilung:
Zwei Praxispunkte werden bei Zehnergruppen gern übersehen: Kühlraum – ein normaler Kühlschrank ist mit Vorbereitungen für zehn Personen plus Getränken schnell voll. Räumen Sie vorher aus, was nicht gebraucht wird, und nutzen Sie im Winter Balkon oder Garage als zweite Kühlzone. Und Warmhalten: Wer Suppe und Hauptgang serviert, braucht eine Möglichkeit, Teller und Beilagen warm zu halten – der Backofen bei 60–80 °C leistet hier gute Dienste, ist dann aber für nichts anderes mehr frei.
Kleiner Trick aus der Catering-Praxis: Planen Sie eine stille Reserve ein – ein Laib Brot, ein Stück Käse, eine Portion Dip mehr als gerechnet. Das kostet ca. 10 € und nimmt der Kalkulation jede Restnervosität.
Denken Sie außerdem an das Danach: Selbst bei sauberer Kalkulation bleiben bei zehn Gästen erfahrungsgemäß ca. 10–15 % der Speisen übrig – das ist kein Planungsfehler, sondern gesunde Reserve. Stellen Sie ein paar Boxen bereit und geben Sie Gästen etwas mit; Braten, Saucen und Suppen lassen sich zudem problemlos portionsweise einfrieren. Nur angemachte Blattsalate und Sahnedesserts überleben den nächsten Tag nicht – bei diesen Positionen lohnt es sich, von vornherein am unteren Rand der Spanne zu kalkulieren.
| Komponente | Menge pro Person | Menge für 10 Personen |
|---|---|---|
| Fleisch als Hauptgericht | ca. 180–250 g | ca. 1,8–2,5 kg |
| Nudeln als Hauptgericht | ca. 120–150 g | ca. 1,2–1,5 kg |
| Nudeln als Beilage | ca. 80–100 g | ca. 0,8–1 kg |
| Reis als Beilage | ca. 60–80 g | ca. 600–800 g |
| Kartoffeln als Beilage | ca. 200–250 g | ca. 2–2,5 kg |
| Kartoffelsalat als Beilage | ca. 150–200 g | ca. 1,5–2 kg |
| Suppe als Vorspeise | ca. 250 ml | ca. 2,5 l |
| Brot/Baguette | ca. 80–120 g | ca. 0,8–1,2 kg |
| Dessert | ca. 100–150 g | ca. 1–1,5 kg |
Richtwerte für die Region Stuttgart, Stand: September 2026.
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Zur Essensmenge gehört die Getränkerechnung – für einen Abend zu zehnt sieht sie so aus:
Ein Aperitif macht aus dem Abendessen eine Einladung: ca. 0,2 l Sekt oder ein gemixter Auftakt pro Person genügen. Wichtig ist die Temperaturlogistik – zehn Flaschen Wasser, sechs Flaschen Wein und ein Kasten Bier passen nicht neben das vorbereitete Essen in den Kühlschrank. Eine Wanne mit Eiswasser auf Balkon oder Terrasse löst das Problem für kleines Geld.
Wer beim Getränkebudget auf Nummer sicher gehen will, kauft beim Getränkehandel auf Kommission: Ungeöffnete Flaschen und Kästen gehen zurück, bezahlt wird nur der Verbrauch. Bei zehn Gästen bleibt die Rechnung damit fast immer unter 60–80 €.
Die Faustregeln gelten für eine durchschnittliche Erwachsenenrunde – reale Gästelisten sind selten durchschnittlich. So passen Sie die Mengen an:
Generell gilt für kleine Runden: Unter zehn bis fünfzehn Gästen fallen einzelne Abweichler stärker ins Gewicht als bei großen Festen, wo sich Vorlieben ausmitteln. Deshalb lohnt bei dieser Gruppengröße die persönliche Abfrage mehr als jede Statistik – Sie kennen Ihre Gäste, nutzen Sie das. Ein Satz in der Einladung („Gibt es etwas, das ihr nicht esst?“) genügt und erspart am Abend jede Improvisation.
Die ehrliche Einordnung vorweg: Zehn Personen sind für viele klassische Caterer eine Grenzgröße. Übliche Mindestbestellwerte liegen bei ca. 250–500 €, Mindestpersonenzahlen bei 15–25 Gästen – ein geliefertes Buffet für zehn fällt da oft durchs Raster oder wird pro Kopf unattraktiv teuer. Das heißt aber nicht, dass Sie zwingend selbst kochen müssen:
Lieber gleich abgeben statt selbst rechnen? Stellen Sie eine kostenlose Anfrage – Sie erhalten ein persönliches Angebot regionaler Anbieter mit fertiger Mengenkalkulation, unverbindlich und auch für kleine Feiern. Ob sich das rechnet, sehen Sie schwarz auf weiß im Vergleich; ab welcher Gruppengröße der volle Caterer-Markt offensteht, lesen Sie im Ratgeber Essen für 30 Personen.
Ca. 4,5–6 kg Speisen insgesamt, also 450–600 g pro Person – verteilt auf Hauptgericht, Beilagen, Salat, Brot und Dessert. Als Kernkomponente rechnen Sie ca. 1,8–2,5 kg Fleisch (roh) oder 1,2–1,5 kg Nudeln als Hauptgericht, dazu 2–2,5 kg Beilagen und Gemüse.
Ca. 1,8–2,5 kg Rohgewicht, ausgehend von 180–250 g pro Person als Hauptgericht. Bei Braten mit Knochen kalkulieren Sie am oberen Ende, bei Geschnetzeltem oder Gulasch reichen 180–200 g pro Person. Beim Grillfest steigt der Bedarf auf 250–350 g pro Person, also 2,5–3,5 kg.
Ca. 50–100 € Wareneinsatz je nach Konzept: Ein Pasta-Abend liegt bei ca. 50–70 €, ein Braten-Menü bei ca. 70–100 €, ein kaltes Abendbuffet bei ca. 60–90 € – jeweils ohne Getränke. Pro Person entspricht das ca. 5–10 €, deutlich unter Catering-Preisen, dafür mit mehreren Stunden Eigenarbeit.
Ja, aber nicht bei jedem Anbieter: Viele Caterer setzen Mindestbestellwerte von ca. 250–500 € oder Mindestpersonenzahlen von 15–25 Gästen an. Für Zehnergruppen sind Partyservice-Platten zum Abholen ab ca. 12–18 € pro Person oder Fingerfood ab ca. 9–18 € pro Person meist die passendere und günstigere Lösung.
Ca. 10–15 Liter Wasser und Softdrinks, dazu 4–6 Flaschen Wein und etwa ein Kasten Bier – ausgehend von 1–1,5 l Alkoholfreiem pro Person, einer halben Flasche Wein pro Weintrinker und 0,5–1 l Bier pro Biertrinker. Auf Kommission gekauft, zahlen Sie nur die geöffneten Flaschen.
Ca. 1–1,5 kg insgesamt, also 100–150 g pro Person – nach einem sättigenden Hauptgang eher das untere Ende. Bei einer Kaffeetafel mit Kuchen statt Dessert gilt eine andere Regel: 2–3 Stücke pro Person, für zehn Gäste also 2–3 Kuchen.
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