Für ein Essen für 30 Personen brauchen Sie ca. 13,5–18 kg Speisen – 450–600 g pro Person – plus rund 10 % Puffer. Dreißig Gäste sind zugleich die Größe, an der die Hausküche an ihre Grenzen kommt: Kühlraum, Ofenkapazität und Arbeitszeit werden zum Engpass. Dieser Ratgeber liefert alle Mengen, die Gerichte, die in großen Töpfen wirklich funktionieren, und den Kostenvergleich zwischen Selbermachen, Partyservice und Catering.
Für ein Essen für 30 Personen kalkulieren Sie ca. 13,5–18 kg Speisen – ausgehend von 450–600 g pro Person, verteilt auf Hauptkomponenten, Beilagen, Salate, Brot und Dessert, plus ca. 10 % Puffer. In Einkaufsgrößen übersetzt: ca. 5,5–7,5 kg Fleisch (roh), 4,5–6 kg Salate, 2,5–3,5 kg Brot und 3–4,5 kg Dessert.
Dreißig Gäste sind aber nicht einfach „zwanzig plus zehn“. Es ist die Gästezahl, an der in normalen Haushalten drei Dinge gleichzeitig knapp werden: der Kühlschrank, der Backofen und die eigene Kraft. Gleichzeitig ist es die erste Größe, bei der Ihnen der komplette Caterer-Markt offensteht – die üblichen Mindestbestellwerte sind sicher überschritten, und die Pro-Kopf-Preise beginnen zu sinken.
Deshalb beantwortet dieser Ratgeber beide Fragen zusammen: Welche Mengen brauchen Sie für 30 Personen – und ab welchem Punkt ist Selbermachen keine Ersparnis mehr, sondern nur noch Stress? Mit Mengentabelle, großtopftauglichen Gerichten und einer Vergleichsrechnung über alle drei Wege.
Auch bei 30 Gästen gilt die Catering-Formel von 450–600 g pro Person – nur die absoluten Zahlen werden ernster. Die wichtigsten Einkaufsmengen (Rohgewichte):
Dazu die Pufferregel: Ab 20 Gästen ca. 10 % Reserve auf Hauptkomponente, Brot und die beliebteste Beilage – erst ab 50 Gästen dürfen Sie auf ca. 5 % heruntergehen, weil sich der Appetit großer Gruppen statistisch ausmittelt. Kinder zählen je nach Alter als halbe Portion.
Alle Werte für Ihre exakte Gästezahl – auch mit Kindern und Sonderfällen – rechnet unser Catering-Mengenrechner in einer Minute aus. Für die einzelnen Komponenten lohnt zudem der Blick in die Spezial-Ratgeber, etwa Wie viel Fleisch pro Person.
Zwischen 20 und 30 Gästen passiert etwas, das viele Gastgeber erst am Festtag bemerken: Die Infrastruktur der eigenen Küche kippt. Vier Engpässe kommen zusammen:
Nichts davon macht Selbermachen unmöglich – Vereine und Großfamilien beweisen das jedes Wochenende. Aber es erklärt, warum genau hier die Nachfrage nach Partyservice und Catering sprunghaft beginnt: 30 Gäste sind die Größe, bei der professionelle Hilfe erstmals nicht Luxus ist, sondern schlicht die Antwort auf ein Kapazitätsproblem.
Wenn Sie selbst kochen, organisieren Sie deshalb frühzeitig Verstärkung: Zwei Helfer – einer für die Küche, einer für Buffet und Getränke – verwandeln das Projekt zurück in ein machbares Fest. Verteilen Sie feste Aufgaben statt vager Zusagen („bring doch einen Salat mit“ endet erfahrungsgemäß in drei Nudelsalaten und keinem Dessert): Wer eine Liste mit konkreten Komponenten und Mengen verschickt, bekommt ein rundes Buffet zurück. Und planen Sie sich selbst für den Festtag bewusst aus der Küche heraus – die letzten zwei Stunden vor Eintreffen der Gäste gehören dem Aufbau, nicht mehr dem Herd.
Falls Sie die Herausforderung annehmen, wählen Sie Gerichte, die mit der Menge besser statt schlechter werden – und die nicht à la minute fertig sein müssen:
Gulasch, Chili, Linsen mit Spätzle oder eine kräftige Gemüsesuppe skalieren fast beliebig: Als Hauptgericht rechnen Sie 400–500 ml pro Person, für 30 Gäste also ca. 12–15 l – das sind zwei große 10-Liter-Töpfe, die am Vortag entstehen und am Festtag nur noch heiß werden. Aufgewärmt schmecken die meisten Schmorgerichte sogar besser.
Zwei Braten à ca. 3 kg oder Rollbraten in Scheiben lassen sich gut vorbereiten, ruhen entspannt im 80-Grad-Ofen und werden erst zum Essen aufgeschnitten. Wichtig: Beilagen wie Spätzle oder Knödel parallel auf dem Herd, nicht im selben Ofen einplanen.
Lasagne, Kartoffelgratin, überbackene Maultaschen: Vier tiefe Bleche oder Bräter versorgen 30 Personen – sie lassen sich am Vortag schichten und nacheinander backen. Der Klassiker für Konfirmationen und Familienfeste; mehr zur schwäbischen Variante aus unserer Küche finden Sie übrigens unter Schwäbisches Catering.
Je größer die Runde, desto mehr sollte kalt vorbereitbar sein: Salate, Platten, Dips und Dessert im Glas decken bei einem gemischten Buffet gut die Hälfte der Gesamtmenge ab und entlasten Ofen wie Nerven. Die Regel: maximal ein bis zwei warme Komponenten, der Rest kommt aus dem Kühlraum.
| Komponente | Menge pro Person | Menge für 30 Personen |
|---|---|---|
| Fleisch als Hauptgericht | ca. 180–250 g | ca. 5,5–7,5 kg |
| Nudeln als Beilage | ca. 80–100 g | ca. 2,4–3 kg |
| Nudeln als Hauptgericht | ca. 120–150 g | ca. 3,6–4,5 kg |
| Reis als Beilage | ca. 60–80 g | ca. 1,8–2,4 kg |
| Kartoffelsalat als Beilage | ca. 150–200 g | ca. 4,5–6 kg |
| Suppe als Vorspeise | ca. 250 ml | ca. 7,5 l |
| Eintopf als Hauptgericht | ca. 400–500 ml | ca. 12–15 l |
| Brot/Baguette | ca. 80–120 g | ca. 2,5–3,5 kg |
| Dessert | ca. 100–150 g | ca. 3–4,5 kg |
| Puffer ab 20 Gästen | ca. +10 % | auf Hauptkomponente, Brot, Top-Beilage |
Richtwerte für die Region Stuttgart, Stand: September 2026.
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Für 30 Gäste lohnt der nüchterne Dreiervergleich – hier mit realistischen Spannen für die Region Stuttgart:
Die Erfahrungsregel: Bis 20 Gäste ist Selbermachen ein Hobby, ab 30 ist es ein Projekt. Wer den Abwägungsprozess vertiefen will, findet die Argumente beider Seiten im Ratgeber Catering oder selber kochen.
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Bei 30 Gästen wird aus der Nebensache Logistik ein eigener Planungspunkt – drei Positionen entscheiden über den reibungslosen Ablauf:
Wer beim Caterer bestellt, bekommt alle drei Punkte mitgeliefert – Chafing-Dishes, gekühlte Anlieferung kurz vor Festbeginn und optional Geschirr. Das erklärt einen Teil des Preisunterschieds zum Selbermachen: Sie zahlen nicht nur fürs Kochen, sondern für eine funktionierende Kette vom Kühlhaus bis zum Buffettisch.
Die Getränkerechnung für 30 Gäste an einem langen Abend:
Alles auf Kommission beim Getränkehandel, geliefert und mit Leergut-Abholung – bei diesem Volumen sollten Sie keine Kästen mehr selbst schleppen. Budget nach Rückgabe: ca. 150–250 €.
Zum Schluss der Zeitplan, der bei 30 Gästen den Unterschied macht: 4–6 Wochen vorher Format entscheiden (selbst, Partyservice oder Caterer) und bei Fremdvergabe anfragen – gute Anbieter sind an Samstagen früh ausgebucht, in der Vorweihnachtszeit noch früher. 2 Wochen vorher Gästezahl fixieren, Geschirr und Getränke bestellen. 3 Tage vorher finale Personenzahl an Caterer oder Metzger melden – bis dahin lassen sich Mengen fast immer kostenfrei anpassen. Vortag: kalte Küche komplett, Getränke kühlen, Buffettisch stellen. Wer diese vier Etappen einhält, erlebt den Festtag selbst dann entspannt, wenn er für 30 Personen kocht.
Ca. 13,5–18 kg Speisen insgesamt, ausgehend von 450–600 g pro Person, plus ca. 10 % Puffer auf Hauptkomponente, Brot und die beliebteste Beilage. Das entspricht etwa 5,5–7,5 kg Fleisch (roh), 4,5–6 kg Salaten, 2,5–3,5 kg Brot und 3–4,5 kg Dessert.
Ca. 220–350 € Wareneinsatz beim Selbermachen, ca. 360–540 € beim Partyservice mit Abholung (12–18 € pro Person) und ca. 750–1.000 € für ein geliefertes gemischtes Buffet vom Caterer. Mit Servicepersonal und Mietgeschirr erreicht eine 30-Personen-Feier ca. 1.200–1.400 € – jeweils ohne Getränke.
Ja, mit ca. 10–14 Stunden Arbeitsaufwand und den richtigen Gerichten: Eintöpfe (12–15 l für 30 Personen), Braten, Aufläufe und viel kalte Küche funktionieren in großen Mengen am besten. Die Engpässe sind Kühlraum, Ofenkapazität und Warmhalten – ohne zweite Kühlzone und geliehene Chafing-Dishes wird es kritisch.
Gerichte, die vorbereitbar sind und nicht à la minute fertig sein müssen: Gulasch, Chili oder Linseneintopf (400–500 ml pro Person als Hauptgericht), Braten in Scheiben, Lasagne und Aufläufe sowie Salate und kalte Platten als Rückgrat. Faustregel: maximal ein bis zwei warme Komponenten, der Rest kalt vorbereitet.
Ca. 30–45 l Wasser und Softdrinks, ca. 15–30 l Bier (drei Kästen oder ein 30-l-Fass), 8–15 Flaschen Wein und für einen Empfang 8–12 Flaschen Sekt. Auf Kommission gekauft und mit Leergut-Abholung liegt das Budget nach Rückgabe bei ca. 150–250 €.
Ab ca. 25–30 Gästen kippt die Rechnung: Die Mindestbestellwerte der Caterer (ca. 250–500 €) sind sicher erreicht, die Pro-Kopf-Preise beginnen zu sinken, während beim Selbermachen Kühlraum, Ofen und Arbeitszeit zum Engpass werden. Wer bei 30 Gästen selbst kocht, spart real Geld – bezahlt aber mit einem vollen Arbeitswochenende.
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