Kalte Platten gibt es ab ca. 6 € pro Person, warme Gerichte ab ca. 10 €. Wir zeigen, was ein Partyservice kostet, welche Nebenkosten dazukommen und wann Sie besser einen Caterer mit Personal buchen.
Ein Partyservice liefert kalte Platten für ca. 6–12 € pro Person und warme Gerichte für ca. 10–18 € pro Person – damit ist er die günstigste Form der professionellen Gästebewirtung. Für eine private Feier mit 30 Gästen kommen Sie so auf Gesamtkosten von ca. 500–900 €, während ein Full-Service-Caterer für dieselbe Runde schnell das Doppelte berechnet.
Der Preisvorteil hat einen einfachen Grund: Der Partyservice bringt das Essen – den Rest übernehmen Sie. Aufbauen, warmhalten, nachlegen, abräumen liegt in Ihrer Hand. Genau deshalb passt das Modell hervorragend zu manchen Anlässen und gar nicht zu anderen.
Dieser Ratgeber schlüsselt die marktüblichen Plattenpreise auf, erklärt Mindestbestellwerte und Liefergebühren, rechnet ein komplettes Beispiel für 30 Personen durch und zeigt, ab wann sich der Schritt zum Caterer mit Servicepersonal lohnt.
Die Begriffe werden im Alltag munter vermischt, bezeichnen aber zwei unterschiedliche Leistungsmodelle. Der Partyservice bereitet Speisen zu und liefert sie fertig angerichtet an – auf Platten, in Schalen oder in Warmhaltebehältern. Danach ist sein Job erledigt: Aufbau des Buffets, Warmhalten, Nachlegen und Abräumen übernehmen Sie oder Ihre Helfer. Das Catering im engeren Sinn ist dagegen Full-Service: Der Anbieter baut auf, stellt Personal, kümmert sich um Geschirr, Getränke und Service und räumt am Ende wieder ab.
Der Preisunterschied ist erheblich. Während der Partyservice bei ca. 6–18 € pro Person liegt, beginnt Full-Service-Catering realistisch bei ca. 25–35 € pro Person und reicht bei servierten Menüs bis ca. 90 €. Der Aufpreis fließt fast vollständig in Personal und Logistik – das Essen selbst kostet in beiden Modellen ähnlich viel. Eine detaillierte Aufschlüsselung finden Sie im Ratgeber Catering-Kosten pro Person.
In der Praxis bieten viele Betriebe beides an: Metzgereien und Gasthöfe fahren klassisch Platten aus, größere Caterer liefern auf Wunsch auch ohne Personal. Fragen Sie deshalb immer nach beiden Varianten – oft liegt zwischen „nur geliefert” und „mit einer Servicekraft für vier Stunden” weniger Geld, als Sie vermuten, und der Komfortgewinn ist deutlich.
Kalte Platten sind das Kerngeschäft jedes Partyservice – und der günstigste Einstieg. Marktüblich sind ca. 6–12 € pro Person, je nach Zusammenstellung. Am unteren Ende stehen klassische Wurst- und Käseplatten mit Brot und Butter, am oberen Ende gemischte Platten mit Antipasti, Räucherfisch, Roastbeef oder vegetarischen Spezialitäten samt Dips und Garnitur. Belegte Brötchen und Canapés liegen bei ca. 4–8 € pro Person, gerechnet mit drei bis fünf Stück.
Entscheidend für den Preis ist der Anteil hochwertiger Komponenten: Ein Aufschnitt aus der Standardtheke kostet den Anbieter deutlich weniger als Lachs, Serrano-Schinken oder handgerollte Antipasti. Achten Sie beim Vergleich deshalb weniger auf den Plattennamen und mehr auf die Mengen- und Inhaltsangaben – seriöse Anbieter kalkulieren mit Grammangaben pro Person.
Für die Mengenplanung gilt: Als alleinige Verpflegung sollten Sie ca. 250–300 g pro Person ansetzen, als Ergänzung zu einem warmen Gericht reichen ca. 150 g. Ein häufiger Fehler ist die Bestellung nach Bauchgefühl – zehn große Platten klingen viel, können bei 40 hungrigen Gästen aber knapp werden. Nennen Sie dem Anbieter besser die Personenzahl und den Anlass und lassen Sie ihn die Mengen kalkulieren; damit liegt die Verantwortung für ausreichend Nachschub bei ihm.
Warme Gerichte liefert der Partyservice in Warmhalteboxen oder Chafing-Dishes – von Schnitzel mit Kartoffelsalat über Braten mit Beilagen bis zu Currys und Aufläufen. Marktüblich sind ca. 10–18 € pro Person für ein Hauptgericht mit ein bis zwei Beilagen. Einfache Klassiker wie Gulasch oder Geschnetzeltes markieren das untere Ende, Braten- und Fischgerichte das obere.
Die beliebteste Variante für Feiern ist das komplette Lieferbuffet: kalte Vorspeisen, zwei warme Hauptgerichte und ein Dessert, angeliefert und auf Wunsch mit Leih-Equipment zum Warmhalten. Dafür sollten Sie ca. 15–25 € pro Person einplanen. Das ist spürbar günstiger als ein aufgebautes Caterer-Buffet mit Betreuung – die Unterschiede der Buffet-Varianten haben wir im Ratgeber Buffet-Preise pro Person aufgeschlüsselt. Anbieter mit Buffet-Schwerpunkt in der Region finden Sie auf unserer Übersicht Buffet in Stuttgart.
Zwei Punkte sollten Sie bei warmen Speisen vorab klären: Erstens die Warmhaltefrage – Chafing-Dishes mit Brennpaste gibt es beim Anbieter meist für ca. 10–15 € Leihgebühr pro Stück, ohne sie ist warmes Essen nach 45 Minuten kalt. Zweitens den Lieferzeitpunkt: Warme Gerichte sollten möglichst kurz vor dem Essen ankommen, nicht zwei Stunden vorher. Ein guter Anbieter fragt von sich aus nach der geplanten Essenszeit.
| Leistung | Preis pro Person | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| Belegte Brötchen / Canapés | ca. 4–8 € | 3–5 Stück pro Person, gemischt belegt |
| Kalte Platten (Käse, Wurst, Antipasti) | ca. 6–12 € | ca. 250–300 g pro Person mit Brot, Dips und Garnitur |
| Fingerfood | ca. 8–18 € | 4–8 Häppchen pro Person je nach Auswahl |
| Warmes Gericht mit Beilagen | ca. 10–18 € | Hauptgericht in Warmhaltebehältern, 1–2 Beilagen |
| Komplettes Lieferbuffet (kalt + warm) | ca. 15–25 € | Vorspeisen, 2 Hauptgerichte, Dessert |
| Dessertauswahl | ca. 3–6 € | 2–3 Komponenten pro Person |
| Leihgeschirr und Besteck | ca. 1–3 € | Teller, Besteck, Servietten; Gläser oft separat |
Richtwerte für die Region Stuttgart, Stand: September 2026.
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Neben den Plattenpreisen entscheiden zwei Nebenposten über die Gesamtkosten. Erstens der Mindestbestellwert: Die meisten Anbieter liefern erst ab ca. 100–250 € Bestellwert oder ab einer Mindestpersonenzahl von 10–20 Gästen. Für kleinere Runden bleibt die Selbstabholung – die ist ohnehin fast immer möglich und spart die Liefergebühr komplett.
Zweitens die Liefergebühr selbst: Im Stadtgebiet sind ca. 15–40 € üblich, ins Umland entsprechend mehr, oft gestaffelt nach Kilometern. Viele Anbieter liefern ab einem bestimmten Bestellwert kostenlos – nachfragen lohnt sich. Wichtig und gern übersehen: die Abholung von Platten, Behältern und Leih-Equipment am Folgetag. Manche Anbieter berechnen sie separat, andere schlagen Pfand auf Platten und Boxen auf, das Sie bei vollständiger Rückgabe zurückerhalten.
Dazu kommen mögliche Zuschläge: Sonn- und Feiertagslieferungen kosten bei vielen Betrieben extra, ebenso Lieferzeitfenster am späten Abend. Leihgeschirr, Besteck und Servietten liegen bei ca. 1–3 € pro Person, hochwertiges Einweggeschirr ist etwas günstiger, macht bei 40 Gästen aber ebenfalls einen zweistelligen Betrag aus. Lassen Sie sich deshalb immer ein Komplettangebot mit allen Nebenkosten geben statt einer reinen Plattenliste – nur so sind Angebote verschiedener Anbieter vergleichbar.
So sieht eine vollständige Kalkulation für eine typische Feier aus – etwa einen runden Geburtstag mit 30 Gästen im privaten Rahmen, Essen als Buffet zur Selbstbedienung:
Gesamt: ca. 805 €, also ca. 27 € pro Person für ein komplettes Drei-Komponenten-Buffet. Zum Vergleich: Dieselbe Feier mit Full-Service-Caterer – inklusive Aufbau, einer Servicekraft über sechs Stunden und Abbau – läge bei ca. 1.300–1.600 €. Der Partyservice spart hier also rund 40 Prozent, verlangt dafür aber Eigenleistung beim Aufbau und Abräumen.
Interessant ist auch der Blick auf größere Runden: Wie sich die Kalkulation bei der doppelten Gästezahl verändert und wann Personal unverzichtbar wird, zeigt der Ratgeber Was kostet Catering für 50 Personen mit drei komplett durchgerechneten Szenarien.
Die ehrliche Antwort hängt an drei Fragen: Wie viele Gäste kommen, wie lange dauert die Feier und wer packt mit an? Der Partyservice reicht völlig aus, wenn die meisten dieser Punkte zutreffen:
Einen Caterer mit Personal brauchen Sie dagegen, wenn mehr als ca. 50–60 Gäste über mehrere Stunden warm verpflegt werden sollen, wenn ein Menü am Tisch serviert wird oder wenn niemand aus dem Gästekreis arbeiten soll. Der Klassiker ist die Hochzeit: Hier will das Brautpaar feiern statt Platten nachlegen, und der Ablauf mit Empfang, Menü und Mitternachtssnack verlangt Koordination – weshalb praktisch alle Paare auf Anbieter mit Servicepersonal setzen, wie sie unsere Übersicht Hochzeitscatering in Stuttgart versammelt.
Ein bewährter Mittelweg: Partyservice-Lieferung plus eine einzelne gebuchte Servicekraft für ca. 25–35 € pro Stunde. Sie hält das Buffet in Schuss, spült Gläser und räumt ab – für viele Feiern zwischen 30 und 50 Gästen das beste Verhältnis aus Preis und Komfort.
Partyservice-Angebote unterscheiden sich im Detail erheblich – gleiche Plattennamen bedeuten noch lange nicht gleiche Leistung. Damit Sie wirklich vergleichen können, schicken Sie an alle Anbieter dieselben Eckdaten: Personenzahl, Anlass, Datum mit Uhrzeit, Lieferadresse, gewünschte Komponenten (kalt, warm, Dessert) und ob Sie Geschirr und Warmhalte-Equipment benötigen.
Beim Vergleich der Rückläufe zählen dann vier Punkte. Erstens die Mengenangaben: Grammangaben pro Person sind belastbar, „Platte für ca. 10 Personen” ist Auslegungssache. Zweitens die Nebenkosten: Liefergebühr, Abholung, Pfand und Geschirr gehören in die Endsumme, nicht ins Kleingedruckte. Drittens die Flexibilität: Bis wann können Sie die Personenzahl ändern? Viertens die Herkunft der Speisen – ein Anbieter, der auf Nachfrage konkret sagt, was selbst produziert wird, ist meist die bessere Wahl.
Auch die Geografie spielt in die Kosten hinein: Liefergebühren steigen mit der Entfernung, und bei warmen Speisen ist eine kurze Anfahrt schlicht ein Qualitätsfaktor. Für Feiern außerhalb Stuttgarts lohnt deshalb der Blick auf Anbieter direkt vor Ort – etwa über unsere Übersicht Catering in Ludwigsburg. Wer mit kleinem Budget plant, findet im Ratgeber Catering günstig organisieren zusätzliche Spartipps, die sich mit dem Partyservice-Modell gut kombinieren lassen.
Für kalte Platten zahlen Sie ca. 6–12 € pro Person, für warme Gerichte ca. 10–18 €. Ein komplettes Lieferbuffet mit Vorspeisen, zwei Hauptgerichten und Dessert liegt bei ca. 15–25 € pro Person – zuzüglich Liefergebühr und gegebenenfalls Leihgeschirr.
Ja, üblich sind ca. 100–250 € Mindestbestellwert oder eine Mindestabnahme für 10–20 Personen. Für kleinere Bestellungen bieten fast alle Betriebe die Selbstabholung an, bei der zudem die Liefergebühr entfällt.
Im Stadtgebiet sind ca. 15–40 € üblich, ins Umland mehr – meist nach Kilometern gestaffelt. Viele Anbieter liefern ab einem bestimmten Bestellwert kostenlos. Kalkulieren Sie zusätzlich mögliche Kosten für die Abholung von Platten und Equipment am Folgetag ein.
Beim reinen Lieferservice ja – die Speisen kommen auf Platten und in Behältern, Geschirr gehört nicht automatisch dazu. Die meisten Anbieter vermieten es aber als Zusatzleistung für ca. 1–3 € pro Person; auch Chafing-Dishes zum Warmhalten gibt es gegen Leihgebühr.
Ab ca. 50–60 Gästen, bei servierten Menüs oder wenn niemand aus dem Gästekreis arbeiten soll. Für Hochzeiten und offizielle Anlässe ist Servicepersonal praktisch immer die richtige Wahl. Bei mittleren Feiern ist eine einzelne Servicekraft für ca. 25–35 € pro Stunde ein guter Kompromiss.
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