Selber kochen kostet für eine Feier mit 30 Gästen ca. 240–450 € Wareneinsatz (8–15 € pro Person), ein geliefertes gemischtes Buffet ca. 660–1.200 € (22–40 € pro Person). Der Abstand schrumpft deutlich, sobald Geschirr, Geräte, Reste und 15–25 Stunden Arbeitszeit in die Rechnung wandern. Hier finden Sie den vollständigen Vergleich mit Beispielrechnung, Kipppunkt und den klügsten Mittelwegen.
Der reine Wareneinsatz beim Selberkochen liegt bei ca. 8–15 € pro Person, ein geliefertes Buffet vom Caterer beginnt bei ca. 18–30 € – auf den ersten Blick spricht die Rechnung klar fürs Selbermachen. Auf den zweiten Blick kippt sie oft: Wer Leihgeschirr, Warmhaltetechnik, Einkaufsfahrten, Fehlkäufe und vor allem 15–25 Stunden Arbeitszeit einrechnet, landet bei einem Abstand, der für einen entspannten Gastgeber-Abend erstaunlich klein ist.
Die Frage „Catering oder selber kochen?" hat deshalb keine pauschale Antwort – aber eine sehr klare Systematik: Sie hängt von der Gästezahl, dem Anspruch an das Essen und dem ehrlichen Wert Ihrer eigenen Zeit ab. Bei 12 Gästen und einem eingespielten Küchen-Duo gewinnt oft der eigene Herd; bei 40 Gästen und warmem Hauptgang fast immer der Profi.
Dieser Ratgeber rechnet beide Wege für eine typische Feier mit 30 Gästen vollständig durch, zeigt die versteckten Kosten des Selberkochens, benennt den Kipppunkt – und stellt die drei Mittelwege vor, mit denen Sie Budget und Aufwand gleichzeitig im Griff behalten.
Beginnen wir mit den nackten Zahlen. Wer für eine Feier selbst kocht, zahlt im Supermarkt oder beim Metzger je nach Menü ca. 8–15 € Wareneinsatz pro Person – ein Chili con Carne mit Beilagen liegt am unteren Ende, ein Braten mit zwei Beilagen, Vorspeise und Dessert am oberen. Beim Caterer kostet ein kaltes Buffet ca. 18–30 € pro Person, ein gemischtes Buffet ca. 22–40 € und ein warmes Buffet ca. 25–45 € – dazu kommen Lieferung (regional ca. 20–60 €) und bei Bedarf Leihgeschirr.
Die Differenz von grob 10–25 € pro Person ist real – aber sie ist kein Gewinn, sondern ein Preis für Leistungen, die beim Selberkochen schlicht bei Ihnen landen: Menüplanung und Mengenkalkulation, Einkauf, zwei Tage Vorbereitung, das Warmhalten von drei Komponenten gleichzeitig, das Nachfüllen während der Feier und der Abwasch danach. Der Caterer verkauft Ihnen nicht nur Lebensmittel, sondern Produktionskapazität, Erfahrung und einen freien Kopf am Festtag.
Fair vergleichen heißt außerdem: gleiche Qualität ansetzen. Das 10-€-Selbstkoch-Menü konkurriert nicht mit dem 40-€-Buffet, sondern mit dessen einfacher Variante. Wer beim Caterer bewusst schlank bestellt – wenige, gut gewählte Komponenten statt maximaler Vielfalt – drückt den Preis deutlich; die wirksamsten Hebel dafür sammelt der Ratgeber Catering günstig.
Merken Sie sich für die Entscheidung die Kernzahl: Der echte Mehrpreis des Caterings liegt für eine typische 30-Personen-Feier bei ca. 300–500 € – dem stehen 15–25 gesparte Arbeitsstunden gegenüber. Damit ist die eigentliche Frage nicht „Was ist billiger?", sondern „Was ist mir eine Stunde meiner Festtags-Zeit wert?".
Die Supermarkt-Rechnung ist nur der Anfang. Diese Posten tauchen in kaum einer Selbstkoch-Kalkulation auf – und summieren sich zuverlässig:
Rechnet man diese Posten ehrlich dazu, steigt der Selbstkoch-Preis für 30 Gäste von ca. 240–450 € Wareneinsatz auf realistisch ca. 370–620 € – noch immer günstiger als der Caterer, aber der Abstand ist auf einmal nur noch halb so groß wie gedacht. Und der größte Posten fehlt dabei noch komplett: Ihre Zeit.
Konkret durchgerechnet für einen runden Geburtstag mit 30 Gästen und einem gemischten Buffet – kalte Vorspeisen, zwei warme Hauptgerichte, Dessert:
Weg A – Selber kochen:
Gesamt: ca. 420–680 € plus Ihre Zeit, also ca. 14–23 € pro Person.
Weg B – Buffet vom Caterer, geliefert:
Gesamt: ca. 800–1.065 €, also ca. 27–36 € pro Person.
Die Differenz beträgt ca. 300–500 € – geteilt durch die gesparten rund 15–20 Stunden ergibt das einen Stundensatz von grob 15–30 €. Anders formuliert: Wer seine eigene Festtags- und Vorbereitungszeit mit mehr als einem Aushilfslohn bewertet, fährt mit dem Caterer wirtschaftlich mindestens gleichauf – und steht am Abend ausgeruht neben den Gästen statt am Herd. Wie sich der Buffetpreis im Detail zusammensetzt, zeigt der Ratgeber Buffet-Preise pro Person.
| Position | Selber kochen | Catering (geliefert) |
|---|---|---|
| Speisen / Wareneinsatz | ca. 300–450 € (inkl. Übermenge) | im Buffetpreis enthalten |
| Gemischtes Buffet (24–30 €/P.) | – | ca. 720–900 € |
| Geschirr, Gläser, Besteck | Miete ca. 60–120 € | Leihgeschirr ca. 60–105 € |
| Warmhaltetechnik & Material | ca. 60–110 € | im Preis enthalten |
| Lieferung | eigene Einkaufsfahrten | ca. 20–60 € |
| Arbeitszeit Gastgeber | ca. 15–25 Stunden | ca. 2–4 Stunden |
| Gesamt (ohne Getränke) | ca. 420–680 € plus Zeit | ca. 800–1.065 € |
Richtwerte für die Region Stuttgart, Stand: September 2026.
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Woher kommt die Zahl? Eine Feier für 30 Personen selbst zu bekochen bedeutet im typischen Ablauf: 2–3 Stunden Menüplanung und Mengenrechnung, 3–4 Stunden Einkauf auf mehreren Stationen, 6–10 Stunden Vorbereitung und Kochen über zwei Tage verteilt, 2–3 Stunden Aufbau und Warmhalte-Management am Festtag und 2–4 Stunden Abwasch und Aufräumen – oft am Tag danach. Das sind konservativ gerechnet 15–25 Stunden, bei ambitionierten Menüs mehr.
Entscheidender als die Summe ist ihre Lage: Die anstrengendsten Stunden fallen genau dann an, wenn die Feier läuft. Wer selbst kocht, verpasst den Sektempfang, hört die Reden aus der Küche und beginnt den Abwasch, während getanzt wird. Diese Stunden sind nicht irgendeine Zeit – es ist die Zeit, für die das ganze Fest veranstaltet wird. Viele Gastgeber berichten hinterher weniger vom gesparten Geld als vom Satz: „Ich habe meine eigene Feier kaum erlebt."
Dazu kommt das Ausfallrisiko, das keine Rechnung abbildet: Beim Profi steht ein eingespieltes Team mit Ersatzplan; zu Hause hängt alles an ein oder zwei Personen. Eine Erkältung am Vortag, ein ausgefallener Backofen, eine misslungene Hauptkomponente – im Privathaushalt gibt es dafür keinen Plan B, beim Caterer ist er Berufsalltag.
Das heißt nicht, dass Selberkochen unvernünftig wäre – es heißt nur, dass die Zeit als echter Kostenfaktor in die Entscheidung gehört. Wer kocht, weil es Freude macht und zum Fest gehört (das Familienrezept, die Tradition), trifft eine bewusste Wahl. Wer kocht, „weil es billiger ist", rechnet meist ohne diesen Posten.
Als Orientierung aus der Praxis lassen sich drei Zonen abgrenzen:
Bis ca. 15 Gäste: Selberkochen ist gut machbar. Die Mengen bleiben haushaltstauglich, ein Backofen und vier Herdplatten reichen, das eigene Geschirr genügt oft knapp. Hier ist der Caterer-Aufschlag pro Person am höchsten, weil Mindestbestellwerte und Logistikpauschalen auf wenige Köpfe verteilt werden – viele Caterer nehmen so kleine Aufträge ohnehin nur eingeschränkt an.
15–30 Gäste: die Grauzone. Machbar für geübte Köche mit Helfern, aber die Grenzen der Haushaltsküche werden spürbar: Topfgrößen, Ofenkapazität, Kühlschrankplatz. In dieser Zone entscheidet das Menü – ein kaltes Buffet mit Salaten und Aufschnitt gelingt privat gut, drei warme Hauptgerichte gleichzeitig sind eine logistische Wette. Genau hier sind auch die Mittelwege am stärksten (dazu gleich mehr).
Ab ca. 30 Gästen: der Profi gewinnt fast immer. Die Mengen sprengen Haushaltstechnik, die Warmhaltekette wird ohne Profi-Equipment zum Risiko, und der Pro-Kopf-Preis des Caterers sinkt durch Mengeneffekte – ab 50 Personen sind zusätzlich Staffelrabatte von ca. 5–15 % üblich. Gleichzeitig steigt der Wert des Faktors Nerven: Eine Feier dieser Größe ist auch ohne Küchendienst genug Arbeit.
Quer zu allen Zonen liegt der Anlass: Bei einem lockeren Gartenfest verzeiht das Publikum eine halbe Stunde Verspätung beim Essen, bei einem runden Geburtstag mit Programm oder gar einer Hochzeit ist ein fester Zeitplan Pflicht – und damit spricht vieles für professionelle Hände.
Zwischen „alles selbst" und „alles vom Caterer" liegen drei bewährte Kompromisse:
1. Partyservice zum Abholen: Sie holen fertige Platten, Salate und Braten beim Partyservice oder Metzger ab und sparen sich Lieferung und Service komplett. Preislich liegt das mit ca. 12–20 € pro Person zwischen Selberkochen und Voll-Catering und eignet sich besonders für kalte Buffets und kleinere Gruppen. Was marktüblich ist, zeigt der Ratgeber Partyservice-Preise.
2. Teil-Catering: Der Profi liefert das, was privat am schwierigsten ist – meist die warmen Hauptgerichte –, während Salate, Dips und Kuchen aus der eigenen Küche oder der Familie kommen. So sichern Sie den kritischen Teil des Essens professionell ab und behalten trotzdem den persönlichen Anteil und einen Teil der Ersparnis. Auch beliebt: Fingerfood vom Caterer als Empfangs-Highlight, danach ein einfaches selbst organisiertes Hauptessen.
3. Mitbring-Buffet mit Profi-Basis: Bei lockeren Anlässen – Vereinsfest, Nachbarschaftsfeier, Polterabend – steuert jeder Gast eine Komponente bei, während Sie nur die Basis (Braten, Getränke, Brot) zentral organisieren. Kostet am wenigsten, braucht aber eine Person, die koordiniert, sonst stehen am Ende sieben Nudelsalate nebeneinander.
Unsicher, was Ihr Fest wirklich kosten würde? Holen Sie sich unverbindlich ein Angebot – wir melden uns mit einem fertig kalkulierten Vorschlag aus unserer Küche, und Sie können die Zahlen direkt gegen Ihre Selbstkoch-Kalkulation halten, kostenlos und ohne Verpflichtung.
Zum Schluss die Systematik als klare Empfehlung:
Selber kochen lohnt sich, wenn die Runde klein ist (bis ca. 15 Gäste), das Menü einfach oder kalt bleibt, mindestens zwei geübte Köche mit Zeit vorhanden sind – und das Kochen selbst Teil des Festes ist. Dann sparen Sie real ca. 10–20 € pro Person und gewinnen einen persönlichen Charakter, den kein Dienstleister liefert.
Catering lohnt sich, wenn mehr als ca. 25–30 Gäste kommen, warmes Essen zu fester Zeit serviert werden soll, der Anlass wichtig genug ist, dass nichts schiefgehen darf – oder Sie schlicht Gastgeber sein wollen statt Küchenchef. Der Mehrpreis von ca. 300–500 € bei 30 Gästen kauft Ihnen Planungssicherheit, Profi-Qualität und 15–25 Stunden Lebenszeit am eigenen Fest.
Die Mittelwege lohnen sich in der Grauzone dazwischen – und immer dann, wenn das Budget hart begrenzt ist, der Anspruch aber nicht: Partyservice zum Abholen für die kalte Basis, Profi-Hauptgang als Teil-Catering, Eigenleistung bei allem, was sich gut vorbereiten lässt.
Ein letzter Praxis-Tipp: Treffen Sie die Entscheidung nicht am Küchentisch, sondern mit echten Zahlen. Eine Anfrage bei regionalen Caterern kostet nichts und macht aus Vermutungen eine Kalkulation – oft fällt die Wahl danach leichter, in die eine wie in die andere Richtung. Und falls es das Selberkochen wird: Rechnen Sie die Mengen mit den Faustregeln der Profis, damit weder Mangel noch ein Kühlschrank voller Reste bleibt.
Rein monetär das Selberkochen: ca. 8–15 € Wareneinsatz pro Person gegenüber ca. 18–40 € beim Caterer. Mit Leihgeschirr, Technik und Übermengen schrumpft der Vorsprung aber auf ca. 300–500 € bei 30 Gästen – dem stehen 15–25 Stunden eigene Arbeit gegenüber. Wer die Zeit einrechnet, landet oft nahe beim Gleichstand.
Realistisch ca. 420–680 € insgesamt: ca. 300–450 € Wareneinsatz inklusive der üblichen Übermenge, ca. 60–120 € Leihgeschirr und ca. 60–110 € für Warmhaltetechnik und Verbrauchsmaterial. Dazu kommen ca. 15–25 Stunden Arbeitszeit für Planung, Einkauf, Kochen, Aufbau und Abwasch.
Ca. 15–25 Stunden für eine Feier mit 30 Gästen: 2–3 Stunden Planung, 3–4 Stunden Einkauf, 6–10 Stunden Kochen über zwei Tage, 2–3 Stunden Aufbau und Warmhalten am Festtag plus 2–4 Stunden Abwasch. Die anstrengendsten Stunden fallen dabei genau in die Feier selbst.
Ab ca. 25–30 Gästen gewinnt der Caterer fast immer: Haushaltstechnik stößt an Grenzen, die Warmhaltekette wird riskant, und die Pro-Kopf-Preise sinken durch Mengeneffekte – ab 50 Personen kommen Staffelrabatte von ca. 5–15 % dazu. Bis ca. 15 Gäste ist Selberkochen dagegen gut machbar.
Drei Modelle: Partyservice zum Abholen (ca. 12–20 € pro Person, ohne Liefer- und Servicekosten), Teil-Catering (der Profi liefert die warmen Hauptgerichte, Salate und Desserts kommen aus der eigenen Küche) und das koordinierte Mitbring-Buffet für lockere Anlässe. Alle drei sichern den kritischen Teil ab und sparen trotzdem Geld.
Ja, das ist ein verbreitetes Modell: Der Caterer übernimmt die warmen Hauptgerichte oder das Fingerfood zum Empfang, Familie und Freunde steuern Salate, Kuchen und Dips bei. Klären Sie die Aufgabenteilung vorab mit dem Anbieter – seriöse Caterer haben damit kein Problem, solange Verantwortlichkeiten und Mengen klar geregelt sind.
Beschreiben Sie kurz Ihr Event – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einem persönlichen Angebot aus unserer Küche. Sie entscheiden in Ruhe.
Dauert keine 2 Minuten. Kein Callcenter, keine Verpflichtung – oder direkt anrufen: 07153 9999689