Als Beilage rechnen Sie mit ca. 60–80 g rohem Reis pro Person – gekocht werden daraus ca. 180–240 g. Als Hauptgericht sind ca. 100–120 g roh die richtige Menge. Hier finden Sie die Mengen-Tabelle von 1 bis 100 Personen, die Tassen-Umrechnung ohne Waage und die Faustregeln für Buffet, Curry-Abend und große Feiern.
Pro Person rechnen Sie mit ca. 60–80 g rohem Reis als Beilage und mit ca. 100–120 g, wenn der Reis das Hauptgericht trägt – etwa bei Reispfanne, Risotto oder einem Curry, bei dem er die Hälfte des Tellers stellt. Der wichtigste Umrechnungsfaktor dahinter: Reis verdreifacht beim Kochen ungefähr sein Gewicht, aus 60–80 g roh werden also ca. 180–240 g auf dem Teller.
Genau an diesem Faktor scheitern die meisten Schätzungen – wer „200 g pro Person" denkt und 200 g rohen Reis abwiegt, kocht die dreifache Menge und steht anschließend vor einem Topf Reste. Umgekehrt wirkt die korrekte Rohmenge im Messbecher fast kläglich klein, weshalb viele Köche sicherheitshalber nachlegen – und ebenfalls zu viel kochen.
Dieser Ratgeber schafft Klarheit mit einer Mengen-Tabelle von einer bis 100 Personen, der Tassen- und Löffel-Umrechnung für die Küche ohne Waage, den Unterschieden zwischen Basmati, Risotto- und Milchreis sowie den Kalkulationsregeln, mit denen Caterer Reis am Buffet planen. Für die Gesamtplanung einer Feier – vom Fleisch bis zum Brot – hilft ergänzend der Catering-Mengenrechner.
Die Portionsgröße hängt allein davon ab, welche Rolle der Reis auf dem Teller spielt:
Innerhalb der Spannen entscheidet das Publikum: Für kräftige Esser, Sportler und lange Abendveranstaltungen kalkulieren Sie am oberen Rand, für die Mittagsrunde im Büro oder ältere Gäste am unteren. Bei sehr sättigenden Saucen – Rahmgerichte, Erdnuss-Curry, Linsen-Dal – trägt die Sauce einen Teil der Sättigung, und die untere Reismenge genügt.
Eine Zahl, die die Relation greifbar macht: Aus einem 1-kg-Beutel Reis werden 12–16 Beilagenportionen oder 8–10 Hauptgericht-Portionen. Wer für eine vierköpfige Familie kocht, braucht als Beilage also nur 250–320 g – ungefähr anderthalb handelsübliche Kochbeutel. Die verbreitete Angst, mit der „kleinen" Menge nicht auszukommen, ist der häufigste Grund für Reisberge im Kühlschrank.
In vielen Küchen wird Reis nicht gewogen, sondern mit Tasse oder Messbecher abgemessen – das funktioniert zuverlässig, wenn Sie die Umrechnung kennen:
Daraus ergibt sich die einfachste Faustformel für den Alltag: Eine halbe Tasse roher Reis pro Person als Beilage – großzügig gerechnet, aber ohne Reste-Berg. Für die Wassermenge merken Sie sich bei der Quellmethode das Verhältnis 1:1,5 bis 1:2 – eine Tasse Reis auf anderthalb bis zwei Tassen Wasser, je nach Sorte.
Wichtig zu wissen: Die Tassen-Angaben gelten für Langkornreis wie Basmati oder Jasmin. Rundkornreis (Risotto, Milchreis, Sushi) liegt dichter in der Tasse und wiegt pro 200 ml eher 180–200 g. Wer regelmäßig für größere Runden kocht, fährt mit einer Küchenwaage trotzdem am genauesten – spätestens ab 10 Personen summieren sich Schätzfehler pro Tasse zu einer spürbaren Differenz.
Und wenn gar nichts zum Messen da ist: Die klassische Reisportion als Beilage entspricht ungefähr der Menge, die in eine hohle Hand passt – zweimal geschöpft für kräftige Esser.
Für größere Runden rechnen Sie die Grundregel einfach hoch und ergänzen den Puffer: ab 20 Gästen ca. 10 % Reserve, ab 50 Gästen genügen ca. 5 % – je größer die Gruppe, desto zuverlässiger mittelt sich der Verbrauch. So sieht das konkret aus:
Zur Preiseinordnung: Reis ist als Zutat günstig – selbst Basmati kostet im Großgebinde nur ca. 2,50–4 € pro Kilo, die Beilage für 100 Gäste also unter 35 €. Die eigentlichen Kosten stecken in Kochen, Warmhalten und Service.
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| Personenzahl | Als Beilage (roh) | Ergibt gekocht | Als Hauptgericht (roh) |
|---|---|---|---|
| 1 Person | ca. 60–80 g | ca. 180–240 g | ca. 100–120 g |
| 4 Personen | ca. 250–320 g | ca. 750–960 g | ca. 400–480 g |
| 10 Personen | ca. 600–800 g | ca. 1,8–2,4 kg | ca. 1–1,2 kg |
| 20 Personen | ca. 1,2–1,6 kg | ca. 3,6–4,8 kg | ca. 2–2,4 kg |
| 50 Personen | ca. 3–4 kg | ca. 9–12 kg | ca. 5–6 kg |
| 100 Personen | ca. 6–8 kg | ca. 18–24 kg | ca. 10–12 kg |
Richtwerte für die Region Stuttgart, Stand: September 2026.
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Die 60–80-g-Regel gilt für klassischen Langkornreis – andere Sorten und Zubereitungen rechnen anders:
Für die Mengenplanung heißt das zusammengefasst: Nur die Rolle im Menü und die Sorte gemeinsam ergeben die richtige Zahl. Ein Curry-Buffet mit Basmati rechnet anders als ein Risotto-Gang im Menü – und beides anders als die Sushi-Platte.
Am Buffet gelten eigene Gesetze, weil niemand nur eine Komponente isst. Profis kalkulieren Reis dort nach drei Regeln:
Regel 1 – Konkurrenz reduziert die Menge: Steht der Reis als einzige Sättigungsbeilage neben zwei Hauptgerichten, bleibt es bei 60–80 g roh pro Person. Kommen Kartoffelgratin, Spätzle oder Baguette dazu, sinkt der Reisanteil auf ca. 40–50 g – in Summe bleibt die Sättigungsmenge gleich, sie verteilt sich nur. Wie das für Nudeln aussieht, zeigt der Ratgeber Wie viel Nudeln pro Person.
Regel 2 – Saucengerichte ziehen Reis: Bei Curry-, Gulasch- oder Geschnetzelt-Buffets wird deutlich mehr Reis genommen als bei trockenen Fleischgerichten, weil die Gäste die Sauce aufnehmen wollen. Hier kalkulieren Caterer bewusst am oberen Rand der Spanne – und stellen eher Reis als Brot nach.
Regel 3 – Warmhalten entscheidet über die Chargen: Reis trocknet im Chafing-Dish aus und klumpt. Profis kochen deshalb in Chargen nach statt alles vorzuhalten, halten den Reis leicht abgedeckt bei ca. 65–70 °C feucht und rechnen die letzte Charge bewusst knapp. Genau diese Logistik ist ein Hauptgrund, Buffets ab ca. 30–40 Gästen an ein Buffet-Catering zu geben.
Erwähnenswert für gemischte Gästelisten: Reis ist von Natur aus glutenfrei und in der veganen Küche die unkomplizierteste Sättigungsbeilage überhaupt – bei einem veganen Catering übernimmt er oft die zentrale Rolle, die sonst zwischen mehreren Beilagen aufgeteilt ist. Dann gilt wieder: obere Spanne.
Reale Gästelisten weichen vom Durchschnitt ab – so passen Sie die Kalkulation an:
Ein Sonderfall verdient eigene Erwähnung, weil er so oft schiefgeht: der Curry- oder Themenabend mit mehreren Gerichten. Stehen drei Currys, Dal und Naan-Brot auf dem Tisch, gilt für den Reis trotzdem nur die normale Hauptgericht-Menge von ca. 100–120 g roh pro Person – die Vielfalt verführt zur Doppelkalkulation, aber der Magen der Gäste bleibt gleich groß. Reduzieren Sie stattdessen die Menge je Einzelgericht.
Auch fürs Firmenevent gilt eine Besonderheit: Beim Mittags-Catering mit fester Pausenzeit wird durchweg weniger gegessen als abends – Business-Caterer kalkulieren Reisgerichte mittags eher mit 80–100 g roh als Hauptgericht. Wer regelmäßig Teams versorgt, findet passende Formate beim Business-Catering.
Ab etwa 10 Portionen entscheidet die Methode über das Ergebnis. Der erste Schritt beginnt vor dem Topf: Basmati und Jasminreis vor dem Kochen waschen, bis das Wasser klar abläuft – das spült überschüssige Stärke ab und verhindert genau das Verkleben, das bei Großmengen sonst unvermeidlich ist. Bei 3 kg Reis sind das zwei, drei Durchgänge im großen Sieb und fünf gut investierte Minuten. Als Salzmenge haben sich ca. 8–10 g pro Liter Kochwasser bewährt – nachsalzen am fertigen Reis verteilt sich nie mehr gleichmäßig.
Bewährt hat sich dann die Quellmethode: Reis mit der 1,5- bis 2-fachen Menge Wasser und Salz aufkochen, Deckel drauf, auf kleinster Stufe 12–15 Minuten quellen lassen, dann 5–10 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Sie ist auch bei 5 kg Reis zuverlässig, braucht keine Abgieß-Akrobatik mit schweren Töpfen und erhält die Nährstoffe. Alternativ leisten Reiskocher ab 2–3 Litern in Privatküchen gute Dienste – sie halten zudem stundenlang warm.
Fürs Warmhalten gilt: über 65 °C halten, leicht abgedeckt gegen das Austrocknen, gelegentlich auflockern. Länger als 2–3 Stunden sollte gekochter Reis nicht warm stehen – dann leidet erst die Konsistenz, später die Hygiene.
Beim Thema Reste ist Reis ein Sonderfall, den viele unterschätzen: Roher Reis kann Sporen von Bacillus cereus enthalten, die das Kochen überstehen. In lauwarm herumstehendem Reis vermehren sich die Bakterien und bilden hitzestabile Gifte – erneutes Aufkochen hilft dann nicht mehr. Die Regeln:
Die gute Nachricht: Korrekt gekühlter Reis vom Vortag ist die beste Basis für gebratenen Reis – trockener als frisch gekochter und damit ideal für die Pfanne. Wer von vornherein passend kalkulieren will, findet die Mengen aller Komponenten gebündelt im Catering-Mengenrechner.
Ca. 60–80 g roher Reis pro Person als Beilage – gekocht ergibt das ca. 180–240 g. Als Hauptgericht, etwa bei Curry oder Reispfanne, rechnen Sie ca. 100–120 g roh. Steht der Reis am Buffet neben weiteren Sättigungsbeilagen wie Kartoffeln oder Brot, genügen ca. 40–50 g roh pro Person.
Ca. eine halbe 200-ml-Tasse pro Person als Beilage. Eine volle Tasse fasst ca. 160–180 g rohen Langkornreis und reicht für 2–3 Beilagenportionen oder 2 Hauptgericht-Portionen. Als Wassermenge gilt bei der Quellmethode das 1,5- bis 2-Fache des Reisvolumens.
Ungefähr das Dreifache des Rohgewichts: Aus 100 g rohem Reis werden ca. 300 g gekochter Reis, weil er Wasser aufnimmt. Vollkorn- und Wildreis quellen mit Faktor ca. 2,5 etwas weniger. Wichtig für Rezepte: Mengenangaben immer daraufhin prüfen, ob roh oder gekocht gemeint ist.
Ca. 1,2–1,6 kg roher Reis als Beilage, mit dem ab 20 Gästen üblichen Puffer von 10 % also ca. 1,3–1,8 kg. Als Hauptgericht sind es ca. 2–2,4 kg roh plus Puffer. Gekocht entstehen daraus 4–8 kg – am besten in zwei Töpfen parallel oder im großen Reiskocher zubereiten.
Für ca. 12–16 Personen als Beilage oder für ca. 8–10 Personen als Hauptgericht. Ein 1-kg-Beutel ergibt gekocht rund 3 kg Reis. Für eine vierköpfige Familie als Beilage genügen entsprechend schon 250–320 g roher Reis pro Mahlzeit.
Ja – wenn er innerhalb von 1–2 Stunden nach dem Kochen gekühlt wurde und maximal 1–2 Tage im Kühlschrank lag. Reis kann hitzestabile Gifte von Bacillus cereus entwickeln, wenn er lange lauwarm steht; erneutes Aufkochen macht diese nicht unschädlich. Richtig gekühlter Reis vom Vortag eignet sich dafür perfekt für gebratenen Reis.
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