Ein Leichenschmaus kostet üblicherweise ca. 15–35 € pro Person – eine Kaffeetafel mit Kuchen liegt bei ca. 10–18 €, ein kaltes Buffet bei ca. 18–30 €, jeweils zuzüglich Getränke. Diese Übersicht hilft Ihnen, die Bewirtung nach der Trauerfeier in wenigen Schritten zu planen: mit realistischen Zahlen, den üblichen Formen und einer vollständigen Beispielrechnung für 30 Gäste.
Ein Leichenschmaus kostet in der Region Stuttgart üblicherweise ca. 15–35 € pro Person – je nachdem, ob Sie zu einer Kaffeetafel mit Kuchen (ca. 10–18 €), zu belegten Broten und kalten Platten (ca. 8–15 €) oder zu einem kalten Buffet (ca. 18–30 €) einladen. Für eine Trauergesellschaft von 30 Personen ergibt das inklusive Getränken meist eine Gesamtsumme von ca. 500–1.000 €.
Wer diese Zahlen sucht, plant selten mit Vorfreude – meist bleibt zwischen Trauerfeier und Beisetzung wenig Zeit und noch weniger Kraft für Organisatorisches. Deshalb ist dieser Ratgeber bewusst kurz gehalten in dem, was er verlangt, und konkret in dem, was er beantwortet: Was kostet welche Form der Bewirtung, wo kann sie stattfinden, und wie organisiert man sie in wenigen Tagen.
Eines vorweg: Ein würdevoller Rahmen hängt nicht am Aufwand. Eine einfache Kaffeetafel, in Ruhe vorbereitet, erfüllt denselben Zweck wie ein großes Buffet – den Angehörigen und Gästen einen Ort zu geben, an dem sie nach dem Abschied zusammensitzen und erzählen können.
Die Kosten richten sich im Wesentlichen nach zwei Fragen: Was wird gereicht, und wo findet die Zusammenkunft statt. Für die Speisen haben sich drei Formen etabliert, deren Preise sich klar unterscheiden:
Dazu kommen Getränke – Kaffee, Tee, Wasser, Saft, je nach Region auch ein Glas Wein oder Bier – mit ca. 5–12 € pro Person am Nachmittag. Findet die Zusammenkunft im Gasthaus statt, ist der Nebenraum bei entsprechendem Verzehr meist ohne gesonderte Miete zu bekommen; bei einer Bewirtung im Gemeindehaus oder zu Hause kommen Lieferkosten des Caterers von ca. 20–60 € hinzu.
Alle Werte sind ca.-Spannen für die Region Stuttgart. Wie sich Cateringpreise generell zusammensetzen, erläutert der Ratgeber Catering-Kosten pro Person – die dortigen Grundsätze gelten auch für Trauerfeiern, nur der Rahmen ist ein anderer.
Die Kaffeetafel ist die häufigste Form des Leichenschmauses – und für viele Familien die stimmigste: Sie ist unaufwendig, vertraut und lässt den Gesprächen Raum. Üblich sind Kuchen und Torten, dazu Kaffee und Tee, oft ergänzt um Butterbrezeln oder belegte Brote für diejenigen, die nichts Süßes möchten.
Für die Mengenplanung gilt: Rechnen Sie mit 2–3 Stücken Kuchen pro Person – nach einer Beisetzung wird erfahrungsgemäß eher mehr gegessen als bei einem gewöhnlichen Nachmittagskaffee, weil viele Gäste seit dem Morgen unterwegs sind. Bei einer gemischten Auswahl haben sich ein Drittel Obst- oder Käsekuchen, ein Drittel Rührkuchen und ein Drittel Torte bewährt. Beim Kaffee kalkulieren Gastronomen mit 2–3 Tassen pro Person.
Preislich liegt die Kaffeetafel bei ca. 10–18 € pro Person: Ein Stück Kuchen vom Konditor oder Caterer kostet ca. 2,50–4 €, dazu kommen Kaffee, Tee und Kaltgetränke. Wer die Zusammenkunft im Gemeindehaus oder zu Hause ausrichtet, kann die Getränke selbst besorgen und senkt die Kosten spürbar – dann bleiben oft ca. 8–12 € pro Person.
Ein praktischer Hinweis: Bestellen Sie lieber eine Sorte weniger, dafür von jeder etwas mehr. Eine übervolle Tafel mit vielen angeschnittenen Kuchen erzeugt Reste, die nach einer Trauerfeier niemand mitnehmen mag – eine überschaubare, gepflegte Auswahl wirkt zudem ruhiger und passender zum Anlass.
Hatten die Gäste eine lange Anreise oder findet die Beisetzung um die Mittagszeit statt, ist eine richtige Mahlzeit angemessen. Auch hier gibt es eine Abstufung:
Belegte Brötchen und kalte Platten (ca. 8–15 € pro Person): Wurst-, Käse- und Schinkenplatten mit Brot und Brötchen, dazu etwas Rohkost oder Essiggemüse. Als Mengenansatz genügen 80–120 g Brot oder Brötchen pro Person plus Belag. Diese Form lässt sich vom Caterer, von der Metzgerei oder der Bäckerei liefern und im Gemeindehaus unkompliziert aufbauen.
Kaltes Buffet (ca. 18–30 € pro Person): Salate, belegte Platten, Antipasti, Käse und Brot – es steht über die gesamte Dauer bereit und verzeiht es, wenn Gäste zu unterschiedlichen Zeiten eintreffen oder früher aufbrechen. Für Trauerfeiern ist das kalte Buffet die praktischste Form, weil keine Wärmetechnik nötig ist und nichts zerkocht, wenn sich die Rückkehr vom Friedhof verzögert.
Gemischtes Buffet mit warmer Komponente (ca. 22–40 € pro Person): Ergänzt das kalte Buffet um ein bis zwei warme Gerichte – in der Region oft Maultaschen, ein Braten oder eine Suppe. Als Vorspeisen-Portion rechnen Caterer bei Suppe mit ca. 250 ml pro Person, als Hauptgericht mit 400–500 ml.
Erfahrene Anbieter kennen die besonderen Anforderungen von Trauerfeiern – zurückhaltender Service, flexible Zeiten, dezentes Auftreten. Einen Überblick geben unsere Seiten Catering für Trauerfeiern in Stuttgart und Buffet-Catering Stuttgart.
| Bewirtungsform | Pro Person | Für 30 Gäste |
|---|---|---|
| Kaffeetafel (Kuchen & Kaffee) | ca. 10–18 € | ca. 300–540 € |
| Belegte Brötchen & Butterbrezeln | ca. 8–15 € | ca. 240–450 € |
| Kalte Platten / kaltes Buffet | ca. 18–30 € | ca. 540–900 € |
| Gemischtes Buffet mit warmer Komponente | ca. 22–40 € | ca. 660–1.200 € |
| Warmes Tellergericht im Gasthaus | ca. 15–25 € | ca. 450–750 € |
| Getränke (Kaffee, Tee, Kaltgetränke) | ca. 5–12 € | ca. 150–360 € |
Richtwerte für die Region Stuttgart, Stand: September 2026.
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Neben der Form der Bewirtung prägt der Ort die Kosten – drei Varianten sind üblich:
Im Gasthaus (ca. 20–35 € pro Person inklusive Getränken): Viele Gasthäuser in der Region bieten eingespielte Pakete für Trauergesellschaften an – Kaffeetafel oder kalte Platten, auf Wunsch ein einfaches warmes Tellergericht (ca. 15–25 €). Der Nebenraum ist bei entsprechendem Verzehr meist ohne Miete nutzbar. Vorteil: Sie müssen sich um nichts kümmern, auch nicht um Aufbau und Abwasch. Wichtig ist eine kurze Absprache zur Rechnungsstellung, damit am Ende nicht am Tisch gezahlt werden muss.
Im Gemeindehaus oder Vereinsheim (Miete ca. 50–150 €): Nahe an Kirche oder Friedhof gelegen und oft die günstigste Variante. Die Speisen liefert ein Caterer, eine Bäckerei oder Metzgerei (Lieferung ca. 20–60 €); Kaffee wird häufig vor Ort gekocht. Wer möchte, bucht für ca. 28–40 € pro Stunde eine Servicekraft, die ausgibt, nachschenkt und abräumt – bei mehr als 25–30 Gästen eine spürbare Entlastung für die Familie.
Zu Hause: Die persönlichste Form, geeignet für kleine Trauergesellschaften bis etwa 15–20 Personen. Ein gelieferter Platten- oder Kuchenservice hält den Aufwand klein; die Kosten beschränken sich auf Speisen, Getränke und Lieferung.
In allen drei Varianten gilt: Der Ort sollte vom Friedhof gut erreichbar sein und Sitzplätze für alle bieten – Stehempfänge sind bei Trauerfeiern unüblich, auch weil viele ältere Gäste teilnehmen.
Bei den Getränken genügt eine schlichte Auswahl: Kaffee und Tee – kalkuliert mit 2–3 Tassen pro Person –, dazu Wasser und Saft. In vielen Familien gehört ein Glas Wein oder Bier zum Andenken an die Verstorbene oder den Verstorbenen dazu; wer das möchte, plant ein Getränk pro Gast ein – mehr wird bei einer Zusammenkunft am Nachmittag selten getrunken. Im Gasthaus werden Getränke üblicherweise nach Verbrauch abgerechnet; das ist bei Trauergesellschaften fast immer günstiger als eine Pauschale, weil zurückhaltend getrunken wird.
Daneben haben sich einige Rücksichten bewährt, die wenig kosten und viel ausmachen:
Sind Kinder unter den Gästen, genügt eine kleine Selbstverständlichkeit: Saft, ein paar einfache Brötchen, ein milder Kuchen. Es geht bei alldem nicht um Perfektion, sondern darum, dass jeder Gast ohne Umstände einen Platz, etwas zu trinken und etwas Vertrautes zu essen findet.
Zwei vollständig gerechnete Varianten zeigen, in welchem Rahmen sich ein Leichenschmaus für eine mittelgroße Trauergesellschaft bewegt – beide für 30 Gäste im Gemeindehaus:
Variante A – Kaffeetafel:
Gesamt: ca. 580 €, also ca. 19 € pro Person.
Variante B – kaltes Buffet:
Gesamt: ca. 915 €, also ca. 30 € pro Person.
Zum Vergleich: Ein Gasthaus-Paket mit Kaffee, Kuchen und kalten Platten läge für dieselbe Gesellschaft bei ca. 750–900 € – etwas teurer als die Eigenorganisation, dafür ohne jeden Aufwand für die Familie. Welche Variante die richtige ist, hängt weniger vom Geld ab als davon, wie viel Organisation Sie in diesen Tagen tragen können und möchten.
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Zwischen Todesfall und Beisetzung liegen meist nur wenige Tage – für die Bewirtung genügt das, wenn Sie in dieser Reihenfolge vorgehen:
Zur Kostenfrage in der Familie: Üblicherweise trägt die Kosten, wer die Bestattung ausrichtet – häufig werden sie aus dem Nachlass beglichen oder unter den nächsten Angehörigen aufgeteilt. Es hat sich bewährt, das früh und offen anzusprechen, ebenso wie den Rahmen: Niemand erwartet nach einer Beisetzung ein Festessen. Eine schlichte, gepflegte Bewirtung, bei der sich jemand kümmert, ist die würdevollste Form – unabhängig davon, was sie kostet.
Ca. 15–35 € pro Person inklusive Getränken sind üblich. Eine Kaffeetafel mit Kuchen liegt bei ca. 10–18 € pro Person, belegte Brötchen und kalte Platten bei ca. 8–15 €, ein kaltes Buffet bei ca. 18–30 € – jeweils zuzüglich ca. 5–12 € für Kaffee, Tee und Kaltgetränke.
Ca. 500–1.000 € insgesamt sind für 30 Trauergäste realistisch: Eine Kaffeetafel mit Lieferung und Getränken liegt bei ca. 580 €, ein kaltes Buffet bei ca. 900 €. Ein Komplettpaket im Gasthaus mit Kaffee, Kuchen und kalten Platten kostet für diese Gruppengröße ca. 750–900 €.
Üblicherweise trägt die Kosten, wer die Bestattung ausrichtet – meist die nächsten Angehörigen. Häufig werden die Ausgaben aus dem Nachlass beglichen oder innerhalb der Familie aufgeteilt. Es entlastet alle Beteiligten, diese Frage früh und offen zu klären, am besten zusammen mit der übrigen Bestattungsplanung.
2–3 Stücke Kuchen pro Person sind die bewährte Kalkulationsgröße – nach einer Beisetzung wird eher mehr gegessen als bei einem gewöhnlichen Nachmittagskaffee. Beim Kaffee rechnet man mit 2–3 Tassen pro Person. Eine überschaubare Auswahl aus zwei bis drei Sorten wirkt ruhiger und erzeugt weniger Reste als eine übervolle Tafel.
2–5 Tage Vorlauf genügen in aller Regel – Caterer, Gasthäuser, Bäckereien und Metzgereien sind kurzfristige Trauerfeier-Aufträge gewohnt, vieles ist auch binnen 48 Stunden möglich. Die endgültige Gästezahl können Sie bei den meisten Anbietern bis 1–2 Tage vor dem Termin anpassen.
Die Kaffeetafel mit Kuchen ist die häufigste Form, vor allem nach Beisetzungen am Nachmittag. Ein kaltes Buffet oder ein warmes Tellergericht ist dann angemessen, wenn die Beisetzung um die Mittagszeit stattfindet oder viele Gäste eine weite Anreise hatten. Beides ist gleichermaßen würdevoll – entscheidend ist, dass sich jemand kümmert.
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